Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kemnath am 14. April konnte 1.Vorsitzender Oskar Kastner im Bürgerhaus in Kulmain rund 90 Mitglieder und zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter den Ehrenvorsitzenden Josef Hösl. In seinem Vereinsbericht für das abgelaufene Jahr verwies Oskar Kastner auf die Vorstandssitzungen, die Treffen mit dem AELF im Rahmen der bestehenden Kooperationsvereinbarung, seine Teilnahme am jährlichen Treffen der forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse sowie die fünf sehr gut besuchten Gebietsversammlungen. Forstpolitisch im Fokus stehen aktuell aus EU-Sicht die Lieferkettenverordnung und die Wiederherstellungsverordnung, landespolitisch die Novellierung des Bayr. Jagdgesetzes. Geschäftsführer Walter Ehlich beleuchtete in seinem ausführlichen Tätigkeitsbericht das Wirtschaftsjahr 2025. Die größte Herausforderung für die Waldbesitzer stelle weiterhin der massiv fortschreitende Klimawandel dar. 2025 sei klimatechnisch als ein Trockenjahr einzustufen. Die Kalamitätsschäden konnten infolge der zu Beginn des Jahres aufgearbeiteten Bestände in Zaum gehalten werden. In 2025 wurden 16.400 fm vermarktet, darin sind ( im positiven Sinne ) nur 16% Schadholz enthalten. Die aktuelle Nachfrage am Holzmarkt sei immer noch hoch und die Preise bewegen sich auf einem sehr positiven Niveau. Jedoch trüben die wirtschaftlichen Aussichten und die geopolitischen instabilen Verhältnisse das Marktumfeld ein, so dass eine seriöse Aussage der zukünftigen Entwicklung nicht möglich sei. Er appellierte an die Waldbesitzer in Anbetracht der derzeit noch günstigen Rahmenbedingungen überreife Altbestände zu ernten um damit auch einen weiteren notwendigen Schritt auf dem Weg zum Umbau der Bestände in einen klimatoleranten Mischwald zu gehen.
Christine Dötsch informierte die Mitglieder anschließend über das wirtschaftliche Ergebnis des abgelaufenen Jahres. Kassenprüfer Bernhard Schmid bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung, die Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet.
Im Mittelpunkt stand dann Notar Johannes Eichelsdörfer, der anschaulich, intensiv und sehr verständlich zu den Themen Vermögensübergabe und Erben referierte. Der Notar sensibilisierte die Mitglieder dahingehend, dass eine strukturierte Vermögensübergabe zu Lebzeiten für alle Beteiligten die optimale Lösung sei. Alle Betroffenen könnten im Gespräch unter Einbeziehung eines Notars die jeweils besten individuellen rechtlichen Lösungen finden. Ausführlich beleuchtete der Referent die Themen: Nießbrauch, Rückforderungsrechte, Pflichtteilsansprüche, gesetzliche Erbfolge und die problematischen rechtlichen Konsequenzen des Entstehens einer Erbengemeinschaft. Der Notar beantwortete auch diverse Fragen aus den Reihen der Mitglieder. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dieser Vortrag höchst informativ war und bei vielen eine Sensibilisierung zum Handeln angestoßen hat. Nach fast drei Stunden Dauer schloss Oskar Kastner die Versammlung und wünschte allen Mitgliedern ein stets unfallfreies Arbeiten in ihrem Wald.