Dass in Waidhaus längst auch ein Stück Zukunft produziert wird, zeigte eine Betriebsbesichtigung der CSU Waidhaus im örtlichen Drahtwerk. Mitglieder des CSU-Ortsverbandes und der CSU-Fraktion besuchten gemeinsam mit Zweiter Bürgermeisterin Nicole Hoch und Landtagsabgeordnetem Dr. Stephan Oetzinger das Drahtwerk und informierten sich über Produktion, Entwicklung und die Zukunftspläne des Unternehmens.

Bei einer fast zweistündigen Führung gab Reinhold Kraus Einblicke in die Fertigung. Produziert werden Einzeldrähte von zwei Millimetern bis hinunter zu 25 Mikrometern sowie Litzen und Seile in unterschiedlichsten Ausführungen. Seile können dabei aus bis zu 100.000 Einzeldrähten bestehen.

Die Produkte aus Waidhaus kommen unter anderem in der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Robotik zum Einsatz. Auf einer Fachmesse wurde die besondere Qualität einmal treffend auf den Punkt gebracht: Das Drahtwerk liefere nicht einfach Drähte für Roboter, sondern gewissermaßen das „Nervensystem der Robotik“.

Das 1960 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 70 Mitarbeiter und verfügt über etwa 145 Produktionsmaschinen. Seit 2023 ist es Teil der Foundry Alliance und weiterhin inhabergeführt. Qualität, Flexibilität und Geschwindigkeit sowie Know-how und Digitalisierung bestimmen die weitere Entwicklung.

Mehrere Forschungsprojekte laufen, Investitionen in neue Maschinen sind geplant und auch der bestehende Maschinenpark wird modernisiert. Damit wird gezielt an der Wettbewerbsfähigkeit und der Zukunft des Standorts gearbeitet.

In Waidhaus wird Zukunft produziert – das zeigte der Besuch eindrucksvoll. Innovative Hightech-Produkte entstehen hier direkt vor der eigenen Haustür und finden weltweit ihren Einsatz. Gleichzeitig bietet das Drahtwerk auch jungen Menschen interessante Perspektiven: Aktuell sind noch Ausbildungsplätze frei.

Ein besonderer Dank galt Reinhold Kraus für die ausführliche Führung, die offenen Gespräche und die interessanten Einblicke in das Drahtwerk Waidhaus.