Unter dem Motto „Tag des Vulkans” machten sich 45 Radler der Kolpingsfamilie Mantel auf den Weg zum Parksteiner Basaltkegel. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Georg Seiser übernahm Tourguide Max Heindl die Führung.
Erstes Ziel war die Basaltwand des 595 Meter hohen erloschenen Vulkans, den Alexander von Humboldt einst als „schönsten Basaltkegel Europas” rühmte. Nach einer Kaffeestärkung, organisiert von Elisabeth und Norbert Magerer, referierte Heindl über Vulkanismus, Erdgeschichte, Bodenschätze sowie die Historie der kaiserlichen Burg, die einst auch von Friedrich I. Barbarossa bewohnt wurde.
Der anschließende Aufstieg führte die Gruppe zur Bergkirche St. Maria, die für das historische „Hostienwunder von 1642” bekannt ist. Weitere Stationen des Rundgangs waren die geschichtsträchtigen Felsenkeller und der Brunnen an der Kapuzinergasse.
Im Senioren-Servicehaus Parkstein führte Magdalena Janner die Mantler durch die moderne Einrichtung. Diese umfasste das „ServiceWohnen”, eine Wohngemeinschaft für demenzkranke Personen, die Tagespflege und den Pflegedienst „PflegeMobil”. Die Bewohner des Servicehauses freuten sich sichtlich über den unerwarteten Besuch der großen Radlergruppe. Die Begeisterung war auf beiden Seiten so groß, dass die Gruppe spontan das Lied „Schön ist es auf der Welt zu sein” anstimmte; ein emotionaler Moment, der Alt und Jung tief verband.
Den geistlichen Abschluss bildete ein andächtiges Gebet an der denkmalgeschützten Lourdes-Grotte. Tourguide Max Heindl präsentierte hier eine historische Besonderheit den originalen Liedtext des berühmten Marienliedes „Segne du, Maria” aus dem Jahr 1870, verfasst von Cordula Wöhler, der sich in einigen Zeilen von der heute bekannten Version unterscheidet. Maria Hartwig stimmte das geschichtsträchtige Lied feierlich an, und alle Teilnehmer sangen kraftvoll mit.
Nach einer Brotzeit trat man die Heimreise an. Der Ausflug verband Kultur, Gemeinschaft und sozialen Austausch perfekt miteinander.