Es ist dem langjährigen Mitglied des Bergchores ein besonderes Anliegen, zusammen mit seiner Familie und mit Freunden den Tag des „Halbrunden” auf dem Miesberg mit einer festlichen Messe zu beginnen. Seit 55 Jahren hält er als Sänger im 1. Tenor treu zum Männerchor. Für ihn bedeuten die gesanglichen Begleitungen in der Wallfahrtskirche zur Umrahmung der Gottesdienste einen Pflichttermin. Genau genommen, wäre er ja seit Jahrzehnten im Rentenalter, was die Arbeit in der Landwirtschaft anbelangt. Seine Leidenschaft, die er mit seiner Frau Martha teilt, beschränkt sich seit vielen, vielen Jahren auf das Brotbacken im heimischen Backofen in Irrenlohe. Das Brot vom Hofbauern, so der Hausname der Obermeiers, findet wöchentlich großen Absatz und ist weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt. Das bedeutet für den passionierten Jäger den Wecker am Donnerstag und Freitag kurz nach Mitternacht zu stellen, um den gemauerten Ofen auf gewünschte Temperatur zu bringen. Verständlich, dass seine „Brotgaben” auch bei seinen Sängerfreunden zu allen möglichen Anlässen willkommen sind. Mit einem Ständchen nach der Sonntagsmesse brachte der Chor ein riesiges Dankeschön sowohl für`s Singen, als auch für so manche Brotspende zum Ausdruck. Bergchorvorstand Alois Graf ließ das Chorleben des Jubilars Revue passieren und Bürgermeister Peter Neumeier gratulierte als Marktoberhaupt und natürlich als Sängerkamerad.