Am Vormittag des Drei-Königs-Tages zelebrierte Ruhestandsgeistlicher Hans-Peter Bergmann für die verstorbenen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Oberköblitz, insbesondere für die im Vereinsjahr 2025 verstorbenen Mitglieder, eine Gedenkmesse. In einer eindrucksvollen Predigt zum Hochfest Heilige Drei Könige würdigte er auch die Arbeit der Feuerwehr.

Vorsitzender Matthias Lang freute sich über einen sehr guten Besuch der Generalversammlung im Gasthaus Zehentbartl in Oberköblitz. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Konrad Kiener, Ehrenmitglied Michael Fiedler, Ehrenkommandant Hermann Schreyer und Kreisbrandinspektor Helmut Schatz.

Vorsitzender Matthias Lang konnte auf ein ereignisreiches und abwechslungsreiches Vereinsjahr zurückblicken, das von zahlreichen Höhepunkten geprägt war. Die Feuerwehr Oberköblitz beteiligte sich aktiv an einer Vielzahl von weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen, darunter die Josefifeier des CSU Ortsverbandes, das Aufstellen des Maibaumes am Marktplatz, der Florianstag in Glaubendorf, das Johannisfeuer der Feuerwehr Wernberg sowie verschiedenen Gründungsfesten benachbarter Feuerwehren. Bei den Gründungsfesten in Trausnitz und Weihern halfen wir beim Ausschank mit. Auch beim Bürgerfest, Fischerfest, Kirwa in Wernberg, Oktoberfest der Feuerwehr Luhe, Aufstellen des Kirwabaums in Diebrunn, Adventsmarkt am Marktplatz, Fronleichnamsprozession und am Volkstrauertag war die Feuerwehr präsent.

Ein herausragender Erfolg war auch in diesem Jahr wieder das traditionelle Naabfest. Mit kulinarischen Spezialitäten wie dem „Blaulicht-Burger“ und der „Sau am Spieß“ lockte es zahlreiche Besucher an und sorgte für lange Schlangen an den Ständen. Ein besonderer Dank gilt hier allen Helferinnen und Helfern, die mit ihrem Einsatz einen reibungslosen Ablauf ermöglichten. Das Naabfest 2026 findet am 22. und 23. August statt. Für den Samstagabend konnte das Trio „Ge heast!“ als musikalisches Highlight gewonnen werden.

Abschließend sprach Matthias Lang seinen herzlichen Dank an alle Mitglieder, Spender und Förderer des Vereins, die Uniformträger, Bürgermeister Konrad Kiener, dem Marktrat sowie der Verwaltung aus. Er würdigte die stets gute Zusammenarbeit und die vielfältige Unterstützung, die der Verein im Laufe des Jahres erfahren durfte.

Beeindruckende Zahlen präsentierte 1. Kommandant Thomas Schwarz: Aktuell verrichten 62 Aktive ihren Dienst bei der Feuerwehr Oberköblitz. Im Jahr 2025 wurde die Wehr zu insgesamt 85 Einsätzen alarmiert. Diese gliedern sich in 48 technische Hilfeleistungen, 23 Brandeinsätze, 4 Einsätze mit ABC-Gefahrstoffen sowie 10 Sicherheitswachen und weitere Tätigkeiten. Insgesamt wurden dabei 1.679 Stunden zum Schutz von Leben und Sachwerten geleistet – ein eindrucksvoller Beleg für das ehrenamtliche Engagement der Einsatzkräfte, das von unschätzbarem Wert ist.

Auch die Kreiseinheit UG-ÖEL des Landkreises Schwandorf unter der Leitung von Markus Eichstätter war gefordert: Sie wurde zu 26 Einsätzen (darunter 4 ABC-Einsätze, 13 Brandeinsätze und 9 technische Hilfeleistungen) alarmiert und leistete dabei 515 Einsatzstunden. Die Mitglieder der UG-ÖEL unterstützen im Alarmfall den jeweiligen Einsatzleiter vor Ort. Bei größeren Schadensereignissen, Personensuchen, Großbränden oder anderen besonderen Einsätzen wird die UG-ÖEL hinzugezogen, wobei die erste Besatzung überwiegend aus Einsatzkräften der Feuerwehr Oberköblitz gestellt wird.

Um den vielfältigen Anforderungen bei ihren Einsätzen gerecht zu werden, absolvierte die Feuerwehr Oberköblitz insgesamt 12 allgemeine Übungen sowie 16 spezielle Atemschutzübungen. Die theoretische Ausbildung konzentrierte sich auf die Winterschulung und die Unfallverhütungsvorschriften. Im Rahmen der praktischen Ausbildung wurden unter anderem Personensuchen durchgeführt, eine Ölsperre auf der Naab eingerichtet, ein Erste-Hilfe-Kurs abgehalten, technische Hilfeleistungen geübt, Gerätekunde vermittelt und ein Industriebetrieb im Gewerbegebiet West besichtigt. Die Fachgruppe Absturzsicherung unter der Leitung von Sebastian Danzl, Wolfgang Hammerl und Kai Jäger führte darüber hinaus vier spezielle Übungen durch.

Ein besonderer Höhepunkt im Übungsgeschehen war im September eine groß angelegte Einsatzübung, bei der das Szenario eines schweren Zugunglücks realitätsnah nachgestellt wurde. Die Planung dieser Großübung lag in den Händen von Kreisbrandrat Christian Demleitner und dem zuständigen Sachgebiet am Landratsamt Schwandorf. Neben der Feuerwehr Oberköblitz waren weitere Hilfsorganisationen beteiligt. Durch die praxisnahe Durchführung konnten wertvolle Erfahrungen gesammelt werden.

Insgesamt wurden bei diesen Übungen über 1.200 Stunden geleistet.

Im Oktober stellten sich drei Gruppen erfolgreich der Prüfung zum Leistungsabzeichen „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“. Darüber hinaus nahmen zahlreiche Kameradinnen und Kameraden an verschiedenen Lehrgängen teil, um ihr Wissen und ihre Fähigkeiten weiter auszubauen.

Ein besonderer Moment war die Ehrung von Wolfgang Jungwirth: Am 24. November überreichten Landrat Thomas Ebeling und Kreisbrandrat Christian Demleitner das Ehrenzeichen des Freistaats Bayern für 40 Jahre aktiven Dienst.

Auch die Nachwuchsförderung kam nicht zu kurz: Die dritte und vierte Klasse der Grundschule Wernberg-Köblitz besuchten die Feuerwehr und erhielten spannende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben. Bei praktischen Vorführungen konnten die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden und das Feuerwehrleben hautnah erleben.

Ein herzlicher Dank gilt den Arbeitgebern und Familien, die mit ihrem Verständnis und ihrer Unterstützung den Dienst am Nächsten erst ermöglichen. Ohne diesen Rückhalt wäre das zeitintensive Ehrenamt nicht zu leisten. Kommandant Thomas Schwarz dankte – auch im Namen des 2. Kommandanten Peter Bodensteiner – allen Kameradinnen und Kameraden, den Markträten mit Bürgermeister Konrad Kiener (insbesondere für die Anschaffung des neuen Akku-Rettungssatzes und der Atemschutzgeräte) sowie der Kreisbrandinspektion für die stets gute Zusammenarbeit und Unterstützung im vergangenen Jahr.

Jugendwart Dominik Friedl blickte auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Aktuell zählt die Jugendfeuerwehr zehn Mitglieder.

Neben den regelmäßigen Ausbildungs- und Übungsdiensten stand auch die Vorbereitung auf verschiedene Abzeichen im Mittelpunkt. Im Jahr 2025 legten die Jugendlichen erfolgreich die Abzeichen „Jugendflamme“ sowie den „Wissenstest mit Einsatzübung“ ab.

Ein fester Bestandteil im Kalender ist die jährliche Christbaumsammelaktion. Darüber hinaus beteiligte sich die Jugendfeuerwehr mit einem Infostand, einer Kübelspritze, einem Spritzenhaus und einem Schlauchfeuerwehrauto an der Vereinsrallye zur Eröffnung der Mehrzweckhalle. Ein besonderer Dank gilt Leon Bodensteiner, Philip Balk, Jonas Lichtinger, Marcel Jäger, Max Prem und Daniel Kurzwart für den Neubau des „Spritzenhauses“. Im August nahm die Jugendgruppe am Kreisjugendzeltlager in Altendorf teil. Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Wernberg engagierte sie sich beim Ferienprogramm der Marktgemeinde. Die Aktion „Ein Nachmittag bei der Feuerwehr“ bot 70 Mädchen und Jungen einen spannenden Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr.

Ein besonderes Highlight war das Berufsfeuerwehrwochenende im Juli. Die Jugendlichen verbrachten ein ganzes Wochenende im Feuerwehrgerätehaus und meisterten insgesamt neun Übungseinsätze. Der umfangreichste Einsatz war ein simulierter Brand in der neuen Mehrfachsporthalle mit mehreren vermissten Personen.

Abschließend bedankte sich Jugendwart Dominik Friedl im Namen der gesamten Jugendgruppe herzlich bei allen Unterstützern für die große Hilfe und das Engagement.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Konrad Kiener die Arbeit der Feuerwehr Oberköblitz, die das ganze Jahr über nach dem Motto „365/7/24“ zuverlässig und engagiert geleistet wird. Er betonte, dass die Feuerwehr Oberköblitz zu den aktivsten Vereinen im Gemeindebereich zählt und erinnerte an die Eröffnung der Mehrzweckhalle, Bürgerfest und dem Adventsmarkt. Zudem sicherte er auch weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu.

Auch Kreisbrandinspektor Helmut Schatz lobte die hervorragenden Leistungen der Feuerwehr Oberköblitz und würdigte insbesondere die Jugendfeuerwehr. Den Mitgliedern der UG-ÖEL zollte er großen Respekt, da sie diesen anspruchsvollen Dienst zusätzlich zu ihrem Einsatz in der Feuerwehr leisten. Rückblickend hob er hervor, wie wertvoll die Erkenntnisse aus der Einsatzübung „simuliertes Zugunglück“ sind. Er dankte dem Verwaltungsrat für die geleistete Arbeit in der vergangenen Periode und sprach seinen besonderen Dank den Partnerinnen und Partnern der Einsatzkräfte für ihr Verständnis aus. Abschließend wünschte er stets unfallfreie Einsätze.