Der Arbeitskreis Literatur lud zusammen mit dem Arbeitskreis Heimatpflege zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Max von der Grün in die Wehrgasse ein. Dort in Hausnummer 1 wohnte Max von der Grün bei seiner Mutter Margarete und dem Stiefvater Albert Mark die längste Zeit in Mitterteich. Am letzten Samstag wurde die Gedenktafel von Bürgermeister Stefan Grillmeier, zusammen mit der Initiatorin Monika Beer-Helm und dem AKH-Vorsitzenden Werner Männer enthüllt. Musikalisch begleitet von Max Haberkorn und mit einem Fass Freibier, spendiert von Bürgermeister Stefan Grillmeier freuten sich zahlreiche Mitterteicher darüber, dass nun eine Gedenktafel an den berühmten Schriftsteller erinnert.
Monika Beer-Helm erinnerte an seinen Lebenslauf und stellte besonders die Zeiten heraus, die er in Mitterteich verbracht hatte. Zum ersten Mal wohnte er 1938 einige Monate hier als sein Stiefvater Albert Mark verhaftet wurde und ins KZ Dachau kam. Er war mit seiner Mutter von Paulusbrunn nach Mitterteich geflüchtet und besuchte hier die 5. Klasse der Volksschule, was einige Schulkameraden wie Georg Hecht, Michael Stingl, Josef Schröpfer und auch Franz Zeitler bestätigten. 1942 zog Max erneut von Schönwald nach Mitterteich in die Wehrgasse 1 und wohnte hier bis er im August 1943 zum „Reichsarbeitsdienst” (RAD) nach Zeidldorn, Kreis Straubing und anschließend zum Kriegsdienst eingezogen wurde.
Im August 1946 wurde Max von der Grün aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und kehrte nach Mitterteich zurück. Hier versuchte er beruflich Fuß zu fassen, was ihm in der schlechten Zeit nach dem Krieg aber nicht gelang. Er meldete sich deshalb als Bergmann und zog 1951 ins Ruhrgebiet, wo dann seine Karriere als Schriftsteller begann.
Seine Kontakte nach Mitterteich rissen aber nie ganz ab, so kam er 1980 und 1988 zu öffentlichen Lesungen und stellte seine neuesten Bücher vor.