Der Ersatz von Torf durch Kompost wird zunehmend von den Speichersdorfer Hobby-Gärtnern angenommen, wie die lange Autoschlange vor dem Bauhof der Gemeinde Speichersdorf am vergangenen Samstag bewies. Mit dem jährlichen Verkauf von regionalem Kompost unterstützt die Bund-Naturschutz Ortsgruppe in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Speichersdorf die bundesweite Aktion auf Blumenerde ohne Torf umzustellen. Heute wird in Deutschland vorwiegend in norddeutschen Mooren auf einer Fläche von ca. 30.000 ha Torf abgebaut. Werden die Moore im derzeitigen Tempo weiter zerstört, sind die in Deutschland zum Abbau genehmigten Torfvorräte in spätestens zehn Jahren erschöpft. Erfreulich ist, dass sich in Deutschland inzwischen ein Bewusstsein zu mehr Moorschutz entwickelt hat. Der Abbau von Torf schädigt nämlich nicht nur Moore, sondern führt auch zur Freisetzung klimaschädlicher Treibhausgase. Eine umweltfreundliche Alternative ist Kompost, der sich hervorragend als Dünger und zur Verbesserung des heimischen Bodens eignet – auch für Hochbeete. Hierzu gibt die Ortsgruppe noch folgende Tipps: Vorteile von Kompost: • Liefert Nährstoffe auf natürliche Weise • Fördert das Bodenleben (Regenwürmer & Co.) • Verbessert die Bodenstruktur (lockert bei Lehm, speichert Wasser bei Sand) So nutzt du Kompost im Garten 1. Beete vorbereiten: Vor dem Pflanzen ca. 2–5 cm Kompost in die obere Erdschicht einarbeiten. 2. Mulchen: Eine dünne Schicht Kompost als Mulch hilft, Wasser zu speichern und Unkraut zu unterdrücken. 3. Pflanzlöcher verbessern: Beim Einpflanzen Kompost untermischen, aber nicht pur verwenden – er ist oft zu nährstoffreich allein. 4. Kompost-Tee (flüssig): Eine Handvoll Kompost in Wasser ziehen lassen – ergibt einen sanften Flüssigdünger.