Als am Dienstagnachmittag, zehn Minuten nach vier Glockengeläut zu hören war in Freudenberg mögen einige Bewohner sich gewundert haben, zumal der Klang vom Johannisberg herabkam. Die Firmlinge der Pfarreiengemeinschaft Johannisberg hatten sich eine Stunde vorher am Kirchplatz getroffen und sind den Kreuzweg hinauf zur Wallfahrtskirche gewandert. Eine Gruppe aus Teamleitern und Eltern begleitete die Gruppe. Vor allem den heißen Temperaturen war es wohl geschuldet, dass die Gruppe der Firmlinge nicht mehr ganz vollzählig war. Obwohl der Weg durch den schattigen Wald angenehm zu gehen war – noch angenehmer war dann an diesem Tag die Temperatur beim Betreten der Johannisbergkirche. Alfons Haas von der Kirchenverwaltung Wutschdorf erzählte den Kindern einiges über die Geschichte der Johannisbergkirche, über die wichtigsten Figuren und Bilder in der Kirche sowie über die Renovierung, die dieses Jahr abgeschlossen wurde. Dann durften die Jugendlichen und Erwachsenen mit Herrn Haas auf den Dachboden gehen und dort sehen, was in den letzten Monaten gearbeitet und erneuert wurde. Sie hörten auch, mit welchen Schwierigkeiten dies verbunden war, weil es dort oben keinen Strom gibt oder weil dort auf dem Dachboden auch Fledermäuse ihr Zuhause haben. Das besondere Highlight kam dann: wie anfangs erwähnt, durften alle mal an den Glockenseilen ziehen und die Glocken zum Klang bringen. Dann verließ die Gruppe die kühle Kirche und machte sich auf den Weg hinunter ins Dorf, in den schattigen Biergarten des Landgasthofs Dotzler, der extra zwei Stunden früher als gewöhnlich für die von der Wanderung hungrige Gruppe öffnete und die Firmlinge zu ihrem Abschluss mit Pommes und Getränken versorgte.