Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Unterbruck konnte der 1. Vorsitzende Klaus Biersack 34 Mitglieder sowie zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Hans Walter, Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Kreisbrandmeister Alois Schindler, begrüßen. Die Versammlung blickte auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück und stellte wichtige Weichen für die Zukunft.
Der Verein zählt aktuell 125 Mitglieder. In seinem Bericht hob Biersack diverse Veranstaltungen hervor, darunter eine Winterwanderung, die traditionelle Kirwa und die Besichtigung einer Biogasanlage in Preißach. Das Engagement der Dorfgemeinschaft beim historischen Erntedankzug in Kastl, für den vier Gespanne gestellt wurden, fand besondere Anerkennung.
Kommandant Martin Stangl berichtete von sechs Einsätzen im Jahr 2025, darunter zuletzt ein Wohnmobilbrand. Es wurden acht Übungen und ein Unterrichtsabend abgehalten, an einer Einsatzübung an den Hollerhöfen war man ebenfalls mit eingebunden. Die Kommandanten und weitere Mitglieder nahmen an diversen Lehrgängen und Schulungen teil; Johanna Deubzer legte zudem das Abzeichen der Gruppe im Löscheinsatz der Stufe 3 mit Atemschutz ab.
Kassier Christoph Stangl verzeichnete ein leichtes Defizit, was vor allem auf die Erneuerung der Heizung im Florianheim zurückzuführen war. Kassenprüfer Michael Stangl bestätigte eine solide und tadellose Kassenführung.
Ein besonderes Aushängeschild der Wehr ist die Kinderfeuerwehr „Floris Löschbande“. Leiter Holger Philipp berichtete von 21 begeisterten Kindern, die bei neun Gruppenstunden unter anderem die Wasserwacht und die Lagerfeuerwehr in Grafenwöhr besuchten. Für 2026 sind die Abnahme der „Kinderflamme Stufe 2“ und ein Ausflug in die Feuerwehrerlebniswelt Augsburg geplant. Philipp bedankte sich bei den weiteren Pfeilern der Löschbande, Sandra Thaller, Sabine Deubzer und Martin Stangl.
Bürgermeister Hans Walter und die Kreiswehrführung dankten der Wehr für ihren unverzichtbaren ehrenamtlichen Einsatz, der weit über den Brandschutz hinaus den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Unterbruck stärke.
Konkret wurde der Rathauschef beim Thema Ersatz des über 30 Jahre alten Tragkraftspritzenfahrzeug. Nachdem es bei einer geplanten Sammelausschreibung mit der Stadt Kemnath zu Verzögerungen gekommen war, soll das Verfahren nun Anfang Februar auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung kommen. Ein Fachbüro wird die Ausschreibung begleiten. Das neue Fahrzeug könne vorerst im bestehenden Gerätehaus untergebracht werden, doch auch für einen Neubau gibt es Fortschritte. Laut Walter laufen aktuell weitere Grundstücksverhandlungen.
KBI Otto Braunreuther und KBM Alois Schindler unterstrichen die Notwendigkeit dieser Investitionen. Braunreuther drängte trotz der Weiternutzung des alten Hauses auf eine zügige Umsetzung des Neubaus. KBM Schindler lobte die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Wehren Kastl und Unterbruck, vor allem im Jugendbereich, und betonte: „Jede Wehr, auch die kleine, ist wichtig.“
Für langjährige Vereinsmitgliedschaft wurden 12 Mitglieder geehrt, wobei Herbert Kiefer für 70 Jahre Treue herausstach. Weiterhin wurden geehrt:
Roland Stangl, Alois Vollath für 40 Jahre
Markus Biersack, Andreas Wegmann, Mathias Wegmann für 30 Jahre
Tobias Heining, Daniel Kausler, Holger Philipp, Marco Philipp, Christine Wöhrl für 20 Jahre
Daniel Manze für 10 Jahre
Die fleißigsten Übungsteilnehmer, allen voran Thomas Groß, erhielten kleine Aufmerksamkeiten.
Der Ausblick auf 2026 umfasste als nächstes eine Winterwanderung und ein Schlachtschüsselessen. Der Vorsitzende schloss die Versammlung mit dem Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.