Gleich in mehrfacher Hinsicht hat die Feuerwehr Schnaittenbach heuer ein besonderes Maifest gefeiert. Neben dem herkömmlichen Aufstellen eines Maibaumes wurde aus Anlass des 100-jährigen Jubiläums auch die erste handbetriebene Feuerlöschpumpe aus dem Jahr 1926 aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und den Gästen im Hof präsentiert. Und darüber hinaus wurde das Maifest mit dem Florianstag auf Gemeindeebene kombiniert und zusammen mit den Ortsteilwehren aus Kemnath a. B., Holzhammer und Neuersdorf mit einem Gottesdienst und einem gemütlichen Beisammensein begangen. Da passte es gut ins Bild, dass die erst vor kurzem gewählte neue Vorsitzende Iris Schallmo die Gäste begrüßte und sich der Öffentlichkeit vorstellte. Es war also ordentlich was geboten beim Maifest, das mit dem Aufstellen des Maibaumes zu den Klängen der Ehenbachtaler und bei bestem Frühlingswetter begann. Natürlich ließen es sich die Aktiven auch nicht nehmen und absolvierten am Nachmittag eine kleine Schauübung mit der 100 Jahre alten handbetriebenen Feuerlöschpumpe. Die Zuschauer staunten nicht schlecht, wie gut das alte Gerät noch in Schuss ist und einwandfrei funktionierte. Pfarrer Helmut Brügel und Pfarrvikar Ndudi zelebrierten im Hof hinter dem Gerätehaus einen feierlichen Gottesdienst unter freiem Himmel, der von den Ehenbachtalern musikalisch gestaltet und von der Bevölkerung gerne angenommen wurde. Die neue Vorsitzende Iris Schallmo schlug den Bogen vom Heiligen Florian, der der Legende nach mit nur einem Eimer Wasser ein brennendes Haus gelöscht haben soll, über die Anfänge der technischen Ausstattung der Feuerwehren mit Löschmaschinen bis in die heutige Zeit und wies darauf hin, dass nicht immer nur zähle, wie groß und gut die zur Verfügung stehenden Mittel sind, sondern einfach wichtig sei, dass jemand da ist und anpackt, wenn Hilfe notwendig ist. Und Feuerwehr sei auch schon immer eine Frage von Zusammenhalt, Verantwortung, Mut und dem Willen, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, gewesen. Das mache die Feuerwehr aus, vor 100 Jahren genauso wie heute.
Nach dem Gottesdienst nutzten viele die Gelegenheit und feierten noch mit den Feuerwehren bis in den Abend hinein bei guten Gesprächen und einer ordentlichen Brotzeit.