Ein besonders und zugleich sehr stimmungsvolles Erlebnis erwartete die Gottesdienstbesucher am Pfingstsonntag in der Pfarrkirche St. Vitus Ursensollen. Bereits vor Beginn des Gottesdienstes begrüßte Pfarrgemeinderatsmitglied Theresa Popp die Gläubigen und machte neugierig auf eine besondere Überraschung. Sie bat die Kirchenbesucher darum, sich beim Schlusslied umzudrehen, den Blick nach oben zu richten und sich überraschen zu lassen.
Der Pfarrgemeinderat hatte sich dazu entschieden, eine uralte Pfingsttradition wieder aufleben zu lassen: den Rosenblütenregen zu Pfingsten. Bereits in früheren Zeiten wurden Rosenblüten als Symbol für die Herabkunft des Heiligen Geistes von oben herabgeworfen. Die Rosen stehen dabei sinnbildlich für den Heiligen Geist, der sich an Pfingsten als „Zungen wie von Feuer“ auf die Apostel niederließ.
So wurde diese eindrucksvolle Tradition nun auch in Ursensollen Wirklichkeit. Durch die kreisrunde Öffnung in der Kirchendecke, die symbolisch als Öffnung zum Himmel verstanden wird, regneten rund 10.000 Rosenblütenblätter auf die Gläubigen herab. Langsam und beinahe schwebend verteilten sich die Blüten in der Kirche und sorgten für einen außergewöhnlichen und bewegenden Moment.
Die Besucher richteten staunend den Blick nach oben und verfolgten beeindruckt, wie die Rosenblüten sanft zu Boden glitten. Der Blütenregen verlieh dem Gottesdienst einen ganz besonderen festlichen Charakter und machte die Bedeutung des Pfingstfestes auf eindrucksvolle Weise erlebbar.
Insgesamt war der Pfingstgottesdienst sehr feierlich und würdevoll gestaltet von Pfarrvikar Rajesh Reddy Yeruva. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Kirchenschor des Pfarrverbands Illschwang-Kastl-Ursensollen, der mit seinen festlichen Liedern zur besonderen Atmosphäre des Gottesdienstes beitrug.