Es war ein ausdrücklicher Wunsch von Pfarrer Thomas Schertel, dass es neben der offiziellen Verabschiedung durch Dekanin Ulrike Dittmar in den Ruhestand, am gleichen Tag, auch noch einen Familiengottesdienst gibt. In Absprache mit dem Vorbereitungsteam lautete das Thema „.......und er zog seine Straße fröhlich!” Schon das Bild am Einladungsflyer ließ vermuten, dass das Ende von Thomas Schertels Zeit als Pfarrer in Illschwang im Mittelpunkt stehen wird.
Grundlage des Familiengottesdienstes war ein Text aus der Apostelgeschichte. Darin wird von einem Schatzverwalter am Hof der Königin von Äthiopien erzählt, der nach Jerusalem unterwegs war, um Gott anzubeten. Auf der Rückreise las er im Buch des Propheten Jesaja. Philippus traf auf den Mann, stieg zu ihm auf den Wagen und half ihm die Worte des Propheten zu verstehen. Als sie, mit dem Wagen, an einer Wasserstelle vorbeikamen, ließ sich der Fremde von Philippus taufen.
Vom Vorbereitungsteam wurde die Geschichte für den Familiengottesdienst zu einer szenischen Darstellung umgestaltet. Pfarrer Thomas Schertel als Schatzverwalter und Carmen Grahlmann, welche die Heilige Schrift erklärte, setzten sich in einen Leiterwagen und spielten das Geschehen aus der Apostelgeschichte nach.
Beim Anspiel zum Gottesdienst war die Handpuppe Joschi in Aktion getreten. Sie war traurig und schluchzte, weil der Weg mit Pfarrer Schertel nach 14 gemeinsamen Jahren zu Ende geht. In einer kindgerechten Predigt nimmt Schertel Bezug auf die Apostelgeschichte. Mit einem Grundvertrauen in die Liebe Gottes sei es möglich alle Wege fröhlich zu gehen. „Als Fremder bin ich nach Illschwang gekommen, fröhlich werde ich meinen Weg im Ruhestand weitergehen,” merkte er an. In den 14 Jahren habe er viel Unterstützung erfahren.
Der Familiengottesdienst wurde vom Posaunen- und Kirchenchor musikalisch mitgestaltet. Auf Kommando von Pfarrer Schertel stiegen am Schluss Luftballons in die Höhe, versehen mit den besten Wünschen für seinen Ruhestand.