Sie zogen bei Kälte und eisigen Temperaturen durch das Dorf: Die Sternsinger und Sternsingerinnen baten am Drei-Königs-Tag um Spenden für Gleichaltrige in aller Welt.
Was sie leisten, ist wirklich beispielhaft, schließlich schreit die Witterung nicht gerade nach stundenlangen Spaziergängen an der kalten Luft. Dennoch tauschen sie die warme Stube gegen die Gemeinschaftsaktion für arme Kinder auf der ganzen Welt, lassen das Smartphone stecken und stellen sich der echten Welt – auch wenn das manchmal heißt, dass niemand aufmacht, wenn man klingelt.
Aber viele Gläubige warten doch schon mit einem warmen Tee oder Plätzchen auf die Ministranten. Sie gewähren ihnen Einlass, um sich aufzuwärmen und gleichzeitig das Haus mit wohlduftendem Weihrauch zu füllen. Auch Süßigkeiten für die Mühen der Sternsinger dürfen nicht fehlen. Am Nachmittag treffen sich alle wieder, um die gesammelten Geschenke zu verteilen, dies erfolgt nach einem gerechten Losprinzip.
Das gesammelte Geld fließt heuer in die Aktion „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“, die Beispielprojekte liegen in Bangladesch. Die Weltgemeinschaft hat ihr Ziel, Kinderarbeit bis 2025 zu beenden, nicht erreicht. 138 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten, 54 Millionen von ihnen unter besonders gesundheitsschädlichen und ausbeuterischen Bedingungen. Produkte aus Kinderarbeit gelangen auch in Deutschland in den Handel.
Die fleißigen Ministranten aus der Expositur St. Barbara in Etsdorf hoffen durch ihre Bereitschaft zu Sammeln, den Gleichaltrigen eine Chance auf ein besseres Leben zu geben. Vergelt's Gott!