Seit 25 Jahren gibt es die Ugandahilfe von St. Felix. Die Initiative aus Neustadt/WN trägt in dem armen ostafrikanischen Land reiche Früchte. Neben der materiellen Hilfe sind viele Berufungen die Folge. Jahr für Jahr rücken ugandische Priester nach. Erstmals weilt im Juli ein junger Ugander im Kloster St. Felix. Francis Asiimwe sammelt nach seiner Weihe zum Diakon im Mai in Krakau wertvolle Erfahrungen, bevor er 2027 zum Priester geweiht wird. Jeden Tag steht er im Morgengottesdienst mit den Felix-Patres am Altar. Er teilt die Kommunion aus und übernimmt den Mesnerdienst. Auch sonst hilft er, wo er gebraucht wird, vor allem im Garten und in der Küche. „Er hat auch schon für uns ugandisch gekocht”, erzählt Pater Stanislaus Strojecki, der selbst von 2016 bis 2025 Missionar in Uganda war. Die gefüllten Pfannkuchen haben sehr gut geschmeckt. In Neustadt gefällt es Francis sehr gut. „Ich wollte schon immer Priester werden”, verrät der 28-jährige musikalische Ugander, der noch zwei Brüder und zwei Schwestern hat und aus der Nachbarpfarrei von Matugga kommt. Doch bis zum Abitur wusste er nicht, dass es Franziskaner gibt. Ein Bekannter hat ihn darauf aufmerksam gemacht und gemeint, wenn er schon den hl. Franziskus als Namenspatron habe, könnte er doch in den Orden eintreten. So ist es dann auch gekommen. Seitdem ist er auch viel herumgekommen. Kenia, Tansania, Ghana und Polen. Ende Juli fährt er zurück nach Krakau, wo er die Diplomarbeit (Masters) schreibt. Nach seiner Priesterweihe im kommenden Jahr geht es nach Uganda, wo er ein Jahr lang in der Pfarrei mitarbeiten wird. Anschließend möchte er in Pastoraltheologie promovieren. In Matugga müssen die polnischen Patres gute Arbeit geleistet haben. Denn aus der Pfarrei von Francis sind bereits fünf junge Männer Priester geworden, Francis wird der sechste sein.