Die Zeit der Pflege und Begleitung schwerstkranker Menschen wird von Angehörigen und Mitarbeitenden in stationären Hospizen als eine besonders intensive, wertvolle und tief berührende Zeit erlebt. Dabei spielt es keine entscheidende Rolle, ob ein Mensch wenige Stunden, Tage oder Wochen im Hospiz begleitet wird. Jeder Aufenthalt ist bedeutsam, weil er Raum schafft für Würde, Nähe, Entlastung und die Möglichkeit für ein friedliches Ankommen in der letzten Lebensphase.
Auf Grund dieser Erfahrungen war dem Hospiz Sankt Felix der Nachmittag eine Herzensangelegenheit. Mehr als 120 Gäste kamen, darunter zahlreiche Hinterbliebene und auch Partner aus der Region wie die Palliativstation, die SAPV und auch der ambulante Hospizdienst der Malteser.
Für das leibliche Wohl wurde gesorgt mit Bratwurstsemmeln, Kaffee, einer großen Auswahl an Kuchen und kalten Getränken.
Musikalisch umrahmte den Nachmittag der Country-Sänger Franz Lippert. Er hatte auch Helfer seines Vereins „Stille Helfer mit Herz“ mitgebracht. Der Verein erfüllt unheilbar erkrankten Kindern, die sich nicht in staatlich geförderten Einrichtungen befinden, mit Spenden einen letzten Wunsch. Auf Grund seines bereits gelebten sozialen Engagements, erklärte sich Franz Lippert bei der Anfrage durch S. Wagner direkt bereit das Hospiz zu unterstützen.
So konnten sich die Gäste sowohl über den Verein „Zusammen erreichen wir mehr“, der sich für die Hospizarbeit in der Region engagiert, als auch über die „Stillen Helfer mit Herz“ informieren.
Das Hospiz hatte für seine Besucher auch eine besondere Aktion vorbereitet. Auf zwei Plakaten waren die unterschiedlichen Entwicklungsstadien einer Sonnenblume abgebildet und die Hinterbliebenen konnten mit einem Fingerabdruck kennzeichnen, wo beziehungsweise in welcher Phase sie sich auf ihrem persönlichen Weg der Trauer derzeit befinden und angeben, wer sie auf diesem Weg unterstützt hat.
So bot der Nachmittag Raum für Gespräche, Erinnerungen und Begegnungen. Er machte deutlich, wie wertvoll Gemeinschaft, Begleitung und gegenseitige Unterstützung in dieser ganz besonderen Zeit sind. Die Besucher brachten dies am Nachmittag gegenüber Susanne Wagner und ihrem Team häufig mit dem Worten zum Ausdruck „wir sind sehr froh und dankbar, dass wir diesen schweren Weg des Abschieds mit Euch an der Seite gehen durften“.