Im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt Windischeschenbach machten sich 8 interessierte Kinder zusammen mit 3 Begleitpersonen der Freien Wähler zu Fuß von Gleißenthal auf nach Bach, um den landwirtschaftlichen Betrieb von Heike Lehner näher kennenzulernen. Auf dem 45-minütigen Weg durch die Natur hatte man nicht nur ständig den mächtigen Bohrturm vor Augen, sondern es fiel auch ein kleiner Perlmuttfalter auf einer Rotkleeblüte auf. Im Bereich eines Jägerhochsitzes konnten die Kinder auch noch auf Schatzsuche gehen, für alle war eine kleine Überraschung versteckt.
In Bach angekommen wurde die Gruppe von Heike Lehner, Landwirtschaftsmeisterin und Stadträtin in Windischeschenbach, und ihrem Sohn Max begrüßt. Zuerst stand ein Rundgang durch den Betrieb auf dem Programm: Er startete mit dem Hühnerhof, wo weiße Hühner durchaus keine rein weißen Eier legen, und führte dann in den Melkstand, den man natürlich ohne Kühe erklären musste, wo die Kühe noch persönlichen Kontakt zur Bäuerin haben; am Vormittag ist natürlich keine Melkzeit. Inzwischen warteten die Kühe bereits, auf die Weide gelassen zu werden. Sie verstanden nicht, warum sie wegen der Gäste heute warten sollten, und stürmten zielgerichtet auf die Weide, nachdem Max das Gatter geöffnet hatte. Die Kinder konnten als Zuseher erfahren, wie neugierig diese Tiere sein können.
Für manchen niedlich fühlten sich die Kälber in ihren Boxen an, die gerne an den Händen leckten.
Nach dem Rundgang traf man sich mit den Begleitern Annette Dietl, Josef Stangl und Josef Söllner wieder unter der Pergola im Garten, um zu erfahren, wie man Sahne zu Butter schütteln kann. In 2 Gruppen startete ein Wettbewerb und sage und schreibe hatte man in 7,5 Minuten streichbare Butter in der Box. Hausherrin Heike stellte einen Brotkorb bereit und die Butter war so lecker, dass das Brot im Nu verzehrt war und nachgeliefert werden musste.
In der Zwischenzeit loderte das Feuer in der Feuerschale und Josef Stangl, 2. Vorsitzender der Freien Wähler Windischeschenbach, hatte genügend Stöcke vorbereitet, um Stockbrot zuzubereiten. Jeder musste aufpassen, dass der Brotteig am Stock nicht zu schwarz wurde. Es schmeckte einfach köstlich. Der eine oder andere wollte es sogar mit der frischen Butter verzehren.
Die 3 Stunden an diesem Vormittag gingen schon fast zu Ende, als Dominik von der hiesigen Eisdiele als Nachtisch Kinder und Betreuer mit einem Eisbecher überraschte. Es ist kaum anzunehmen, dass die teilnehmenden Kinder am Mittag zu Hause noch Hunger haben konnten.
Annette Dietl bedankte sich herzlich bei Hausherrin Heike Lehner für den interessanten und gelungenen Vormittag, und die Kinder gingen mit vielen neuen Erfahrungen und Kenntnissen nach Hause.