Ein besonderes Jubiläum, viele bewegende Begegnungen und ein Nachmittag voller Gemeinschaft: Das Haus St. Elisabeth Windischeschenbach feierte am 25. Juli 2026 sein 60-jähriges Bestehen. Im Rahmen des traditionellen Sommerfestes zum Schuljahresende wurde nicht nur auf sechs Jahrzehnte Kinder- und Jugendhilfe zurückgeblickt, sondern auch gemeinsam gefeiert, Abschied genommen und Danke gesagt. Seit seiner Gründung im Jahr 1966 ist das Haus St. Elisabeth ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen ein Zuhause auf Zeit finden. Die Einrichtung wurde einst durch die Deutschordensschwestern aufgebaut, die sich mit großem Engagement und ihrem christlichen Auftrag für junge Menschen einsetzten. Über mehr als vier Jahrzehnte prägte der Deutsche Orden die Entwicklung des Hauses, bevor die Verantwortung im Jahr 2004 an die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg (KJF) überging. Seither entwickelte sich Haus St. Elisabeth zu einem modernen Kinder- und Jugendhilfezentrum mit vielfältigen Angeboten für Kinder, Jugendliche und Familien. Rund 300 junge Menschen und Familien aus der Region werden heute vom Haus St. Elisabeth unterstützt. Zum Jubiläumsfest kamen zahlreiche Wegbegleiter, auch aus vergangenen Tagen, zusammen: ehemalige Jugendliche, Eltern, Mitarbeitende des Hauses, Vertreter aus Kirche und Politik sowie viele Freunde der Einrichtung. Auch KJF-Direktor Eibl und Bürgermeister Budnik nahmen selbstverständlich an den Feierlichkeiten teil. Im Mittelpunkt des Nachmittags standen vor allem die Menschen, die das Haus St. Elisabeth mit Leben füllen. Kinder und Jugendliche, die die Einrichtung verlassen, wurden feierlich verabschiedet. Gleichzeitig wurden junge Menschen geehrt, die einen Schul- oder Ausbildungsabschluss erreicht haben. Es war ein Moment des Stolzes, der Dankbarkeit und der Zuversicht für den weiteren Lebensweg. Für beste Stimmung sorgte ein buntes Sommerfestprogramm: Beim gemeinsamen Grillen, bei Kaffee und unzähligen selbst gebackenen Kuchen, Eis, Zuckerwatte vom Zuckerwatteroboter und vielen weiteren Angeboten war für Groß und Klein etwas geboten. Die Hüpfburg, XXL-Fußball-Dart, Buttons und Klebetattoos sorgten für Begeisterung und viele fröhliche Gesichter. Ein besonderer Höhepunkt war die festliche Andacht der Glaubenswerkstatt zum Thema „Wegweiser“. Als sichtbares Zeichen der gemeinsamen Geschichte wurde ein Wegweiser errichtet, auf dem die verschiedenen Wirkstätten des Hauses St. Elisabeth dargestellt sind. Friedens- und Hoffnungssymbole wurden anschließend mit dem Steigenlassen von Friedenstauben als Luftballons gesetzt. Die Band „Heaven’s Beat“ aus Parkstein begeisterte während der Andacht mit ihrer hervorragenden musikalischen Gestaltung und verlieh der Feier eine besondere Atmosphäre. Einrichtungsleiter Peter Wasel würdigte in seiner Ansprache das immense Engagement aller Mitarbeitenden. Alle seien mit großem Herzen dabei, was man täglich spüre. Er bedankte sich bei allen Mitwirkenden, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Besonders hob er die Verdienste der Ordensschwestern hervor, die diesen besonderen Ort gegründet und über viele Jahre hinweg mit ihrem Glauben und ihrer Fürsorge gefüllt haben. Direktor Eibl erinnerte an seinen ersten Besuch im Haus vor rund 30 Jahren. Schon damals habe er gespürt, dass dieser Ort etwas Besonderes sei – geprägt von Nächstenliebe, Wärme und Menschlichkeit. Diese besondere Atmosphäre sei bis heute geblieben. Der Nachmittag wurde zu einer eindrucksvollen Begegnung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner erzählten Geschichten aus ihrer Zeit im Haus, alte Fotos wurden gemeinsam betrachtet und dadurch Erinnerungen lebendig. Viele Gespräche, viel Lachen und herzliche Begegnungen machten deutlich, wie eng die Verbindung vieler Menschen zum Haus St. Elisabeth bis heute ist. Gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit und Veränderungen geprägt ist, zeigte das Jubiläumsfest eindrucksvoll, wie wichtig Zusammenhalt, Begegnung und Gemeinschaft sind. 60 Jahre Haus St. Elisabeth stehen nicht nur für eine lange Geschichte, sondern vor allem für unzählige Lebenswege, engagierte Menschen und einen Ort, an dem das Wohl von Kindern und Jugendlichen immer im Mittelpunkt steht.