Großen Anklang fand der Abend zur Naturgartenzertifizierung des Obst- und Gartenbauvereins Fürnried und Umgebung. Die Teilnehmer trafen sich im Naturgarten der Familie Bodendörfer in Fürnried. Zu Beginn konnte jeder den Garten auf eigene Faust erkunden. Hier fachsimpelten die Hobbygärtner über den Gemüseanbau und über Glück und Misserfolg bei der Blumenpracht. Alle bewunderten die vielen liebevoll gestalteten Bereiche im Garten. Später nahmen alle im Schatten der alten Obstbäume Platz, um den Ausführungen der Gartenfachberaterin Michaela Kopp zu lauschen. Bei der Zertifizierung zum Naturgarten gibt es zum einen Kernkriterien, die erfüllt werden müssen. Hierzu zählt der Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, gleiches gilt für den Einsatz von chemisch-synthetischem Dünger und Torfsubstraten zur Bodenverbesserung. Dieser Verzicht stellt aber im Naturgarten keinen Mangel dar. Durch hohe ökologische Vielfalt ist meist ein gutes Gleichgewicht von Nutz- und Schadinsekten sowie Kleinlebewesen. Weitere Punkte kann man erzielen durch einfach blühende Stauden und Blumen, standortgerechte Obstgehölze, eine Vielfalt der Lebensräume, wilde Ecken, Zulassen von Wildkraut sowie eine Grünfläche, die naturnah gepflegt wird. Auch die Bewirtschaftung eines Nutzgartens schauen sich die Juroren der Zertifizierung an. Gemüse, Obst, Beeren und Kräuter, Kompostierung, naturnahe Bodenpflege, Regenwassernutzung können hier die nötigen Punkte bringen. All das ist im Garten der Familie Bodendörfer zu finden. Kopp lud die Hobbygärtner ein, auch ihren Garten zum Naturgarten zu machen. Wer dies gerne durch die Plakette sichtbar machen möchte, kann sich bei gartenbau@amberg-sulzbach.de melden. Mit einer gemütlichen Brotzeit ging der Abend dem Ende zu. 1. Vorsitzende Kerstin Bodendörfer bedankte sich für das große Interesse und wünschte weiterhin viel Freude im Garten.