Am Samstag, 14. März, fand das „Battle of Bavaria“ der WMAC statt – eine internationale Deutsche Meisterschaft und eines von insgesamt fünf Hauptturnieren der Saison. Nach dem Auftakt im Februar im österreichischen Weiz stellte dieses Event einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Weltmeisterschaft dar.
Der Kickboxclub Amberg ging mit drei Kämpferinnen und Kämpfern an den Start – und das mit großem Erfolg.
Die jüngste Teilnehmerin des Teams war die erst neunjährige Mila Wurster. In der Kategorie Kids (7–11 Jahre) trat sie in der Disziplin Kicklight in der Gewichtsklasse bis 30 kg an und sicherte sich einen starken 3. Platz. Auch in der Disziplin Leichtkontakt (ohne Lowkicks, gekämpft wird in langer Hose) überzeugte sie und erreichte einen hervorragenden 2. Platz.
Max Fizia (15) startete in der Kategorie Cadets (15–17 Jahre). Im Kicklight musste er sich bei einem sehr großen Teilnehmerfeld bereits in der Vorrunde geschlagen geben. Umso stärker zeigte er sich jedoch im Leichtkontakt: Mit souveränen Kämpfen zog er ins Finale ein, wo er sich schließlich einem älteren und erfahreneren Gegner geschlagen geben musste. Am Ende stand ein verdienter 2. Platz in der Gewichtsklasse bis 65 kg.
Für die größten Erfolge sorgte Jenny Wurster in der Damenklasse (ab 18 Jahren). In der Gewichtsklasse bis 55 kg dominierte sie sowohl im Kicklight als auch im Leichtkontakt und belegte jeweils den 1. Platz. Im Kicklight wurde ihr zusätzlich ein Ehrengürtel für einen besonders sehenswerten Kampf verliehen. Auch in den Disziplinen K1 (-60 kg) und Vollkontakt (-60 kg) ließ sie der Konkurrenz keine Chance und sicherte sich jeweils den 1. Platz. Im Vollkontakt wurde sie ebenfalls mit einem Ehrengürtel ausgezeichnet.
Ein wichtiger Unterschied zwischen den Disziplinen: Kicklight und Leichtkontakt werden auf der Matte ausgetragen, wobei vor allem schnelle, saubere Treffer gewertet werden. Im Gegensatz dazu finden Vollkontakt und K1 im Ring statt – hier zählen ausschließlich Wirkungstreffer, also Schläge und Tritte, die beim Gegner eine klare Wirkung zeigen.
Auch im Trainer- und Betreuerteam gab es Besonderheiten: Coach Erich Aul war in Doppelfunktion im Einsatz, da er zusätzlich als WMAC-Referee (Kampfrichter) tätig war. Ebenso war Martin Dietl vor Ort, der bei diesem Turnier erstmals als Seiten- und Hauptkampfrichter im Einsatz war und seine Fähigkeiten erfolgreich unter Beweis stellen konnte.
Mit diesen starken Leistungen sammelte Jenny Wurster wichtige Punkte für die diesjährige Weltmeisterschaft und schuf sich damit eine vielversprechende Ausgangslage, um zusätzlich in der Eliteklasse anzutreten.
Insgesamt war das „Battle of Bavaria“ ein äußerst erfolgreiches Turnier für den Kickboxclub Amberg, der einmal mehr sein Können auf internationaler Bühne unter Beweis stellte.