Das Rosenthal-Theater in Selb wurde am vergangenen Wochenende zum Hotspot der Tanzkunst: Rund 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich zum Regionalentscheid des „Deutschen Ballettwettbewerbs“. In einem Feld, das primär von spezialisierten Tanz-Schulen dominiert wird, setzte die Städtische Sing- und Musikschule Marktredwitz erneut ein glanzvolles Ausrufezeichen.

Die Handschrift des Erfolgs: Elaine Mayerhofer

Dass unsere Musikschule derart konstante Spitzenleistungen auf das Parkett zaubert, ist untrennbar mit der Tanzpädagogin Elaine Mayerhofer verbunden. Mit ihrer Erfahrung und einem besonderen Blick für den künstlerischen Ausdruck bereitete sie ihre Schützlinge akribisch vor. Ihre Choreografien bestachen durch eine harmonische Mischung aus technischer Präzision und großer Leidenschaft, was der Jury ein ums andere Mal Höchstnoten entlockte.

1. Preise und grazile Darbietungen

In der Altersgruppe der Kinder (8–13 Jahre) zahlte sich das harte Training aus. Gleich zwei erste Preise in den Kategorien „Klassik“ und „Moderne“ gingen nach Marktredwitz. Ein besonderes Glanzstück lieferte Milia Mochan ab: In der Wertung „Kinder-Solo-Folklore“ interpretierte sie den „Russischen Tanz“ von Tschaikowski so mitreißend, dass sie mit dem 1. Platz belohnt wurde. In der Kategorie „Kinder-Solo-Ballett“ bewiesen Sara-Theodora Muntean (Platz 5) und Sophia Hinz (Platz 6) eine saubere Technik. Das Tanz-Duo Jowita Tuks und Ella Valencic rundete das starke Ergebnis mit einem tollen 3. Platz ab.
Von den Junioren bis zur Weltklasse

In der hart umkämpften Junioren-Klasse sicherte sich Sofia Hait im Solo-Ballett einen bemerkenswerten 7. Platz – eine Leistung, die angesichts der starken Konkurrenz besonders hoch einzuschätzen ist. Dass die Ausbildung in Marktredwitz auch internationalem Niveau standhält, bewies Leonie Haaf: Die letztjährige Preisträgerin des „World Dance Contest“ in Frankreich glänzte in der Erwachsenen-Liga erneut und sicherte sich einen stolzen 2. Platz.

Mit Höchstpunktzahl zum Landesentscheid

Den Höhepunkt lieferte Lina Wolf in der Kategorie „Junioren-Solo-Akrobatik“. Mit ihrem Siegertitel „I’ll leave quietly“ und der beeindruckenden Höchstpunktzahl von 67 Punkten überzeugte sie die Jury auf ganzer Linie. Neben dem verdienten 1. Platz löste sie damit das Ticket für den Landesentscheid, der im März 2026 in Fürstenfeldbruck stattfindet.

Disziplin, Leidenschaft und neue Kurse

Hinter diesen Erfolgen stecken unzählige Trainingsstunden: Dreimal wöchentliches Training sowie zusätzliche Proben am Wochenende forderten den Tänzerinnen alles ab. Neben dem Fleiß der Mädchen und dem Rückhalt der engagierten Eltern ist es vor allem das pädagogische Herzblut von Elaine Mayerhofer, das diese Erfolgsgeschichte ermöglicht hat.
Wer selbst in die Welt des Tanzes eintauchen möchte: Anmeldungen für die tänzerische Früherziehung, Ballett und Hip-Hop für das nächste Schuljahr sind ab Mai wieder möglich. Die gesamte Musikschule gratuliert zu der grandiosen Bilanz in Selb.