Ein besonderes Jubiläum wurde am 31. Mai in der evangelischen Kirche St. Willibald in Fürnried gefeiert: Vierzehn ehemalige Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 1966 kehrten an den Ort ihrer Konfirmation zurück, um gemeinsam die Diamantene Konfirmation zu begehen. Sechs Jahrzehnte nach ihrer Einsegnung kamen sie zusammen, um auf ihr Leben zurückzublicken, Erinnerungen auszutauschen und ihren Glauben erneut in den Mittelpunkt zu stellen. Der festliche Gottesdienst wurde von Pfarrer Thomas Schertel geleitet, der dabei von Mesner John Day unterstützt wurde. Für die feierliche musikalische Umrahmung sorgten der Kirchenchor Schwend, der Posaunenchor Fürnried sowie Organistin Julia Schmidt. Mit ihren Beiträgen verliehen sie dem Gottesdienst einen würdigen und festlichen Charakter. Zu den Teilnehmenden gehörten Marlene Bößner, Helga Büttner, Reinhold Heinl, Gertraud Hiltl, Hans Maderer, Monika Meyer, Konrad Müller, Werner Prügel, Erwin Purrer, Erna Schmidt, Elise Schmidt, Helmut Schötz, Lisbeth Strecker und Waltraud Tharandt. Für viele von ihnen war das Wiedersehen mit ehemaligen Weggefährten ein bewegender Moment. Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit, an die Konfirmation im Jahr 1966 und an die vergangenen Jahrzehnte wurden lebendig. Im Mittelpunkt der Predigt von Pfarrer Schertel stand die Frage, was Menschen durch die verschiedenen Phasen ihres Lebens trägt. Er beschrieb das Leben als eine Abfolge von Etappen, die von Glück und Erfolg, aber auch von Herausforderungen, Krankheit und persönlichen Krisen geprägt seien. Dabei betonte er, dass jeder Mensch unterschiedliche Kraftquellen habe. Manche führten ihren Lebensweg auf Fleiß und eigene Anstrengungen zurück, andere auf den Rückhalt durch Familie und Freunde. Für viele Menschen spiele darüber hinaus das Vertrauen auf Gott eine wichtige Rolle. Schertel verband diese Gedanken mit dem Anlass des Tages und lud die Jubilare dazu ein, dankbar auf ihren bisherigen Lebensweg zurückzublicken. Zwischen Lesungen, Gebeten und musikalischen Beiträgen entstand eine feierliche Atmosphäre, die Raum für Besinnung und Dankbarkeit bot. Nach dem Gottesdienst nutzten die ehemaligen Konfirmandinnen und Konfirmanden die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen. Alte Erinnerungen wurden ausgetauscht, gemeinsame Erlebnisse wieder lebendig und die Entwicklungen der vergangenen 60 Jahre miteinander verglichen. Die Diamantene Konfirmation zeigte eindrucksvoll, wie Tradition und Gegenwart miteinander verbunden werden können. Sie machte den Konfirmationsjahrgang 1966 noch einmal sichtbar und erinnerte daran, wie prägend gemeinsame Erfahrungen, Glaube und Gemeinschaft über Jahrzehnte hinweg bleiben können.