Im Altenheim St. Martin wurde kürzlich ein besonderer Gottesdienst gefeiert, der den Bedürfnissen demenzkranker Menschen gerecht wurde. Pfarrer Dr. Thomas Vogl leitete den demenzsensiblen Gottesdienst, bei dem die Teilnehmenden in den Zauber der Weihnachtsgeschichte eintauchen konnten.
Ein zentrales Element des Gottesdienstes war das Jesuskind - Pfarrer Vogl nahm es behutsam und feierlich aus der Krippe. Jeder Gottesdienstteilnehmer hatte nun die Gelegenheit, das Kind im Arm zu halten, es zu betasten, zu betrachten und zu wiegen.
Dies ermöglichte den Bewohnern, die Bedeutung des Ereignisses mit allen Sinnen zu erleben und in einem vertrauten Rahmen Gemeinschaft zu erfahren.
Der demenzsensible Gottesdienst war auf die Bedürfnisse der Teilnehmer abgestimmt. Die Liturgie war bewusst kurz gehalten, die Sprache einfach und verständlich. Es wurde auf starke Symbole und vertraute Rituale zurückgegriffen, die den älteren Menschen Halt und Orientierung gaben.
Auch die Fürbitten, die von Monika Grötsch (Quartiersmanagerin LEBENplus) vorgelesen wurden, waren kurz und verständlich formuliert. Bekannte Lieder, die den Besuchern aus früheren Jahren vertraut waren, wurden gesungen und weckten Erinnerungen an vergangene Zeiten.
Im Anschluss waren alle eingeladen, bei Kaffee und Plätzchen den Nachmittag unterhaltsam ausklingen zu lassen. Gerontofachkraft Kathrin Dietz hatte hierfür mit ihren Helfern den Saal im AH St. Martin liebevoll vorbereitet.