Am Gymnasium Eschenbach erlebte die Klasse 6d vor kurzem eine ganz besondere Biologiestunde. Der geprüfte Schulhund Crimm, ein deutscher Schäferhund, begleitete den Unterricht der Klasse und bot den Kindern die Möglichkeit, sich nicht nur mit seinem Körperbau, sondern auch seinem Verhalten auseinanderzusetzen.
Die Biologielehrerin Christina Kurz hatte gemeinsam mit Anna Steinmüller, der Schulhundeführerin und Kunstlehrerin, eine spannende Unterrichtseinheit zum Thema Wirbeltiere gestaltet – natürlich nicht ohne vorher den Kindern den richtigen Umgang mit dem Hund näherzubringen. Dies geschah über eigens gestaltete Karten, mit deren Hilfe die Klasse lernte u.a. anhand der Körperhaltung Rückschlüsse auf die Stimmung des Hundes zu ziehen, um Missverständnisse zu vermeiden und kompetenter im Umgang mit Hunden zu werden. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass Crimm als Arbeitshund auch geistig ausgelastet werden möchte. Der knapp 3-jährige Schäferhund ist daher aktiv im Gebrauchshundesport und genießt zusätzlich seinen „Job” in der Schule. „An solch einem Tag wie heute ist er froh, sich später zuhause ausruhen zu können”, wurde den Kindern erklärt. Vorher erarbeitete sich die Klasse anhand von Modellen und dem „Original” Crimm Besonderheiten im Skelett von Hunden wie das fehlende Schlüsselbein, den Zehengang und damit einhergehend eine große Schrittlänge, die allesamt Anpassungen an die Jagdweise als Hetzjäger darstellen. Auch seine Zähne zeigte Crimm – jedoch natürlich nur auf Anweisung hin und mit dem Ziel die verschiedenen Zahntypen kennenzulernen.
Die Begeisterung der Schüler war deutlich spürbar. Selbst zwei Kinder, die zuvor Angst vor Hunden hatten, konnten von diesem Projekt profitieren. „Eigentlich hätten wir uns noch mehr Zeit nehmen können”, bemerkte einer der beiden im Anschluss an die Stunde. Insgesamt waren sich alle einig, dass der Besuch von Crimm eine wertvolle Bereicherung für den Unterricht darstellte.