Im Rahmen der monatlichen Aktivitäten der Gruppe „Gemeinde geht“ stand im Juni ein besonderer Ausflug auf dem Programm: Der Besuch der staatlich anerkannten Tierauffangsstation „Das Nest“ in Kümmersbuch. Insgesamt 15 Interessierte aus der Kirchengemeinde Rothenstadt – Etzenricht hatten sich angemeldet, um mehr über die Arbeit mit wildlebenden Tieren zu erfahren.
Herr Weiß, der die Auffangstation leitet, empfing die Gruppe bereits am Eingangstor. In den folgenden zwei Stunden fesselte er die Besucher mit vielen Informationen und unterhaltsamen Geschichten aus dem Alltag der Station. Besonders überraschend war die Erklärung, warum im Herbst oft eine andere Anzahl von Schildkröten aus dem Gehege genommen wird, als zuvor im Frühjahr eingesetzt wurden. Die Erklärung sorgte für Erstaunen und Kopfschütteln. Fuchs und Waschbär hielten sich vor den Besuchern gut versteckt.
Die Greifvögel und Papageien zeigten sich hingegen von ihrer geselligen Seite. Sie antworteten auf Rufe und ließen sich gerne das Gefieder kraulen, was die Besucher sehr erfreute. Ein weiterer interessanter Punkt war die oft missverstandene Tierliebe der Menschen. Es wird jedoch jedes gebrachte Tier aufgezogen und behalten.
Jährlich werden etwa 200 Tiere aufgenommen. Sollte die Kapazität der Station überschritten werden, werden zusätzlich weitere Wildgehege als Aufnahmeorte genutzt. Die Betreuung erfolgt komplett ehrenamtlich und in der Freizeit der Helferinnen und Helfer. Unterstützung, sei es durch Geldspenden oder Sachleistungen für Futter und Ausstattung, ist jederzeit herzlich willkommen.
Der Ausflug hat den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wertvolle Einblicke in die wichtige Arbeit der Tierauffangstation gegeben und unterstrichen, wie gemeinschaftliches Engagement vor Ort positive Wirkung entfalten kann. Alle Interessierten sind eingeladen, sich der Gruppe „Gemeinde geht“ anzuschließen und bei kommenden Veranstaltungen mit dabei zu sein.