CSU-Ortsvorsitzender Johann Wiesent organisierte einen interessanten Besuch des Oldtimermuseums von Alfons Gollwitzer-Ertl in Woppenrieth. Gegründet wurde das Museum 1970 von Alfons Gollwitzer, Hausname Fullert, der dafür u. a. den Kulturpreis des Landkreises im Jahr 2000 erhielt. Die Besuchergruppe wurde vom Schwiegersohn und seinem Enkel Christoph Ertl, der durch die Ausstellung führte und das Erbe des Großvaters mit Herzblut weiterführt, begrüßt. Unter den Besuchern waren auch zwei junge Oldtimer-Fans, die selber ihre Exponate herrichten und präsentieren. Das absolute Schmuckstück und wertvollste Exemplar in der Sammlung ist der Praga Mignon, der 1918 in Prag gebaut wurde und in dem 1920 der erste tschechische Präsident Tomas Masaryk die Republik ausrief. Dicht gedrängt standen in den Hallen Traktoren fast aller bedeutenden Hersteller wie z.B. Lanz, Hanomag, Allgaier, Porsche, Fendt, John Deere oder Massey-Ferguson. Das älteste Exemplar ist der Lanz Mops aus dem Jahr 1921. Auch der erstgebaute Unimog aus dem Jahr 1946 isst Teil der Ausstellung. Christoph Ertl würzte die Führung mit vielen Anekdoten und Erlebnissen, die sein Opa über den Erwerb der Ausstellungsstücke erzählte. Alle Maschinen werden so gepflegt und wurden bei Bedarf so instandgesetzt, dass sie jederzeit bewegt werden können. Mittlerweile sind zwei Hallen nötig, um Platz für alle Exponate zu haben. Viele davon stammen aus dem Nachbarland Tschechien und zwei wurden in den USA erstanden, zerlegt, verschifft und in Woppenrieth wieder zusammengebaut. Mit einem Geschenk bedankte sich Johann Wiesent am Ende für die kurzweilige Führung und lud Christoph Ertl und die Anwesenden noch zum weiteren Austausch in das Pferdestüberl des Nachbarn und Altbürgermeisters von Waldthurn Josef Beimler ein.