Am Donnerstag lud der Kinderferienclub der Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Altenstadt unter dem Motto „Aktiv sein“ zu einem lehrreichen Nachmittag in der Natur rund um den St. Quirin ein. Die zertifizierte Kräuterführerin Frau Sabine Zenger führte 16 Kräuter- und Naturfreunde durch die Natur und zeigte eine Vielzahl von Kräutern und erklärte deren Eigenschaften. Gleich zu Beginn kamen wir bei einem Schlehenstrauch vorbei und erfuhren, wie man die Frucht verwerten kann. Danach lockerte sie die Gruppe mit einem „Körperzellen-Rock“ musikalisch und bewegungstechnisch auf. Danach wurde die Kräuterwanderung fortgesetzt. Am Wegesrand und in den Wiesen wurden essbare Wildkräuter kennengelernt wie z. B. die Brennnessel mit ihrem Samen, die Schafgarbe – sie ist ein echtes Allroundtalent bei Verletzungen, der Spitzwegerich – bekannt als entzündungshemmendes „Wiesenpflaster“, der Rotklee sowie das Gänseblümchen. In einer schönen Lichtung lauschten wir gespannt Frau Zengers modernem Märchen „Das Geheimnis der Kräuterfee vom St. Quirin“. Auf dem weiteren Weg gab die Kräuterführerin zu bedenken, dass die Natur viele kleine Helfer hat, die Kräuter sind sanft, aber wirkungsvoll. Es ist wichtig, dass Pflanzen nur an sauberen Orten gesammelt werden. Im Schatten der Bäume lauschten wir einem Oberpfälzer Märchen von F. X. Schönwerth „Drei Spindeln“. An der Wallfahrtskirche St. Quirin ließen sich die Kinder überraschen, wie ein natürlicher Schutz gegen Mücken und Insekten hergestellt wird. Frau Zenger hat dafür kleine Sprayfläschchen mitgebracht, in die Wasser – je 3 Tropfen ätherische Öle wie z. B. Lavendel- und Fichtennadel oder Citronella – gefüllt wird. Vorm Aufsprühen immer gut durchschütteln! Es wurde eifrig getestet und bald lag ein angenehmer beruhigender Duft in der Luft. Anschließend durften die Teilnehmer aus einer von der Kräuterführerin mitgebrachten flüssigen Sahne im Glas durch kräftiges Schütteln die Butter für den Kräutersnack herstellen. Auch in den mitgebrachten Quark oder Frischkäse wurden die gesammelten Kräuter eingerührt und auf Reis- oder Maiswaffeln gestrichen. Mit gesundem Appetit ließen sich die Kinder den leckeren Imbiss schmecken. Zum Schluss hatte Frau Zenger noch eine kleine Überraschung vorbereitet – nämlich die Gestaltung eines Lesezeichens aus Naturmaterialien. Jedes Kind wurde aktiv, holte sich eine Vielzahl von Blumen, Gräsern oder Blättern und klebte diese kunstvoll auf einen bunten Kartonstreifen. Herrliche Erinnerungen haben die Mädchen und Buben mit nach Hause nehmen können. Viele nahmen sich vor, künftig die Kräuter achtsam und bewusst zu schätzen.