Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Luhe-Markt konnte Vorsitzender Stefan Gläser zahlreiche Mitglieder und Ehrengäste begrüßen. Erstmals fand die Versammlung im Pfarrheim St. Martin statt. Insgesamt nahmen 60 Mitglieder und Aktive teil. Unter den Gästen befanden sich unter anderem Pfarrer Arnold Pirner als Hausherr, Bürgermeister Sebastian Hartl, Zweite Bürgermeisterin Sigrid Ziegler, mehrere Markträte sowie Kreisbrandrat Marco Saller und Kreisbrandmeisterin Carola Adam.
Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr zeigte sich bereits zu Beginn der Versammlung eindrucksvoll: Pünktlich zum Start erfolgte eine Alarmierung zu einem Einsatz auf der Autobahn A93. Acht Feuerwehrdienstleistende rückten daraufhin unverzüglich aus.

In seinem Bericht blickte Vorsitzender Stefan Gläser auf ein ereignisreiches Vereinsjahr zurück. Neben der Organisation zahlreicher Veranstaltungen prägten viele kameradschaftliche Aktivitäten das Vereinsleben. Zu den Höhepunkten zählten die traditionelle Christbaumversteigerung, das Oktoberfest sowie der Vereinsausflug zur Berufsfeuerwehr Regensburg. Diese Veranstaltungen stärken nicht nur den Zusammenhalt, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung verschiedener Vereinsprojekte.
Darüber hinaus wurden im vergangenen Jahr mehrere Anschaffungen und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. So konnte ein Verkaufswagen für Veranstaltungen angeschafft und entsprechend umgebaut werden, der künftig bei Festen und Veranstaltungen zum Einsatz kommen soll. Auch Arbeiten rund um das Gerätehaus sowie organisatorische Vorbereitungen für kommende Projekte beschäftigten die Vorstandschaft.
Bereits jetzt richtet sich der Blick auf die kommenden Jahre. Die Feuerwehr bereitet sich langfristig auf ihr 150-jähriges Jubiläum vor. Erste Planungen zu Festplatz, Programm, Bands und Organisation laufen bereits.
Anschließend ging Kassier Oliver Schmerber auf die finanzielle Situation des Vereins ein. In seinem Kassenbericht präsentierte er eine solide und stabile Finanzlage. Einnahmen aus Veranstaltungen, erfolgreiches Crowdfunding sowie die Unterstützung durch Mitglieder und Förderer bilden dabei eine verlässliche Grundlage für die Vereinsarbeit und künftige Projekte. Die Versammlung zeigte sich mit der Kassenführung sehr zufrieden und entlastete die Vorstandschaft einstimmig.

Ausführlich berichtete danach Kommandant Florian Wittmann über die Arbeit der aktiven Feuerwehr. Derzeit engagieren sich 66 Feuerwehrdienstleistende, darunter 58 aktive Einsatzkräfte sowie acht Feuerwehranwärter. Viele von ihnen verfügen über zusätzliche Qualifikationen, etwa als Atemschutzgeräteträger, Maschinisten, First-Responder-Helfer oder im Bereich der Absturzsicherung.
Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr zu insgesamt 71 Einsätzen aus. Ein Großteil entfiel auf technische Hilfeleistungen, etwa bei Verkehrsunfällen oder Unwettereinsätzen. Daneben mussten auch mehrere Brände, unter anderem der Großbrand in Unternankau, abgearbeitet werden. Zusätzlich zu den Einsätzen investieren die Feuerwehrdienstleistenden einen erheblichen Zeitaufwand in Ausbildung und Vorbereitung. Insgesamt fanden 119 Übungen, Schulungen und Termine statt, bei denen rund 3.559 Stunden geleistet wurden. Die Einsatzstunden summierten sich auf über 1.100 Stunden.
Neben den regulären Übungen und Leistungsabzeichen nahmen zahlreiche Feuerwehrdienstleistende auch an Lehrgängen auf Landkreis- und Landesebene teil. Dazu gehörten unter anderem Ausbildungen zum Atemschutzgeräteträger, Maschinistenlehrgänge, Motorsägenkurse sowie verschiedene Führungs- und Speziallehrgänge. Einen besonderen Stellenwert nahm dabei die Truppführerausbildung ein, die 18 Feuerwehrdienstleistende erfolgreich abschlossen. Mit dem Abschluss dieser Ausbildungsstufe übernehmen sie künftig mehr Verantwortung im Einsatzdienst.

Auch die Nachwuchsarbeit entwickelt sich weiterhin sehr positiv. Kinderwart Christoph Liebl berichtete über die Kinderfeuerwehr, die derzeit 30 Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren umfasst. In der Jugendfeuerwehr engagieren sich aktuell 32 Jugendliche, wie Jugendwart Johannes Högler informierte. Zahlreiche Übungen, Ausflüge und Aktionen sorgten bei den Kindern und Jugendlichen im vergangenen Jahr für ein abwechslungsreiches Programm.
Ein besonderer Dank galt Laura Müller, die über viele Jahre hinweg die Kinderfeuerwehr mit großem Engagement aufgebaut und geleitet hat. Künftig wird sie sich innerhalb der Feuerwehr verstärkt um die Betreuung der Festdamen kümmern.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde eine Satzungsänderung beschlossen. Zudem wurde der Mitgliedsbeitrag von bisher zehn Euro auf künftig 15 Euro jährlich angepasst, um den gestiegenen Kosten Rechnung zu tragen.

Ein Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 20 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Korbinian Fütterer, Sabine Ries, Maximilian Kick, Sebastian Meier, Jakob Schwab, Lisa Wagner, Georg Witt und Frederik Köllner ausgezeichnet. Seit 30 Jahren gehören Thomas Schimetscheck und Thorsten Melchner dem Verein an. Für 40 Jahre Treue zur Feuerwehr wurden Bernhard Bauer, Jürgen Beer, Hans Knorr, Siegfried Schulze und Thomas Häusler geehrt.
Auch im aktiven Dienst gab es mehrere Beförderungen. Zu Feuerwehranwärtern wurden Linda Müller, Anna Rieder, Antonia Rieder, Lukas Irlbacher, Dominik Specht und Tobias Stahl ernannt. Zur Feuerwehrfrau beziehungsweise zum Feuerwehrmann wurden Katharina Rewitzer, Luca Schmidt und Maria Schulze befördert. Michael Rösch wurde zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Johannes Högler erhielt die Beförderung zum Löschmeister.

Darüber hinaus wurden zahlreiche Feuerwehrdienstleistende für ihre langjährige aktive Dienstzeit ausgezeichnet. Für zehn Jahre aktiven Dienst erhielten Jessica Danner, Lea Irlbacher, Luisa Schwab, Christoph Bacher, Stefan Hirmer, Luisa Fütterer, Andreas Stahl und Oliver Schmerber eine Ehrung. Für 20 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurden Wolfgang Paulus, Jakob Schwab, Georg Witt, Maximilian Kick, Florian Wittmann, Simone Dirschwigl, Korbinian Fütterer, Sebastian Meier und Josef Witt ausgezeichnet. Für 30 Jahre aktiven Dienst wurden Martin Kick, Josef Kleber und Christoph Liebl geehrt.

Mit Blick in die Zukunft laufen bereits weitere Planungen für kommende Veranstaltungen und Projekte – insbesondere im Hinblick auf das geplante 150-jährige Jubiläum der Feuerwehr. Die Versammlung endete mit den Grußworten der Gäste und einem Dank an alle Aktiven für ihren Einsatz im Dienst der Allgemeinheit nach dem Leitspruch der Feuerwehr:
„Gott zur Ehr – dem Nächsten zur Wehr.“