Der Abiturjahrgang 1976 des Otto – Hahn- Gymnasium traf sich zum 50. jährigen Treffen. Es war kein gewöhnliches Zusammenkommen, es steckten viel Symbolik und auch Überraschungen darin. Manfred Georgi, Dr. Peter Kaltenthaler und Heribert Pickert hatten alles unternommen, um die Betroffenen zu verständigen und ein umfangreiches Programm zusammenzustellen. Leider musste man feststellen, dass viele ehemaligen Mitschüler und Mitschülerinnen schon verstorben waren. Die meisten der Anwesenden waren vor kurzen in den Ruhestand getreten, andere stehen kurz davor. 30 ehemalige Abiturienten waren der Einladung gefolgt, 72 hatten damals das Abitur abgelegt.
Bereits auf dem engen Weg zum Treffpunkt an der Eingangstür zum Otto-Hahn-Gymnasium stellten viele fest, dass ein Gebäude verschwunden ist, das so viele bleibende Stunden in der Schulzeit hinterlassen hatte: die Jahnturnhalle – nur mehr Abrisssteine waren übrig. Die originellen Sportlehrer und Sportlehrerinnen hatten bis heute nachhaltenden Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterlassen.
Eine weitere Überraschung mussten die Teilnehmer am Gymnasium selbst feststellen. Die beiden Gebäude, die sie in der Schulzeit kennenlernten – Aula und Landgebäude- waren umrahmt von zahlreichen An – und Umbauten, die ab 1976 in die Wege geleitet wurden und nunmehr das Gesicht der Schule bestimmen. Die alten Einrichtungen waren zu klein geworden und entsprachen nicht mehr den Herausforderungen der folgenden Jahren. Wenn man bedenkt, dass das Otto-Hahn-Gymnasium im Jahre 1976 von über 1290 Schülern und Schülerinnen besucht wurde, dann war es nicht verwunderlich, dass die meistgestellte Frage beim Rundgang war: „wo sind diese alle untergebracht worden”. Das Einzugsgebiet der Schule reichte damals von Bärnau bis Fichtelberg, von Schirnding bis Kemnath. Marktredwitz profitierte damals vom Eisenbahnknotenpunkt Schulbuslinien setzten erst später ein. Klassenstärken über 40 waren keine Seltenheit. Sebastian Macht erläuterte den Gästen die Entwicklung. Ein Neubau der naturwissenschaftlichen Räume, Neubau der Bibliothek und der Kollegstufenräume, die Schaffung einer Mensa geben den heutigen Aussehen das Gesicht. Auch die früher großzügigen Außenflächen sind heute vollgestellt mit Containern und Baumaterialien.
Schier unerschöpflich schien der Gesprächsstoff nach einem gemeinsamen Essen im Gasthof „zum Hirschen“ in Rodenzenreuth. Viele hatten Bilder und Unterlagen mitgebracht, die den Schulalltag dokumentierten. Skikurse, Ausflüge und gelegentliche Anekdoten vor allem über bestimmte Lehrer beleuchteten die “schöne“ Schulzeit. Die zur Verfügung stehende Zeit war zu kurz, um alles aufarbeiten zu können.