Zu einem letzten Klassentreffen, 60 Jahre nach Abschluss an der Realschule in Nabburg mit „Mittlerer Reife” trafen sich von den ehemaligen rund 80 Schülern der beiden Knaben- und einer Mädchenklasse 29 Ehemalige, trotz bereits zahlreicher Todesfälle, organisiert von Gertraud Lindermair (Nabburg) und Maria Schlögl (Wernberg-Köblitz) in der Pizzeria in Perschen. Sie waren die vierten Abschlussklassen der neu gegründeten Realschule und die zweite Gruppe aus dem neuen Schulgebäude, denn vom September 1959 bis Juli 1961 fand der Unterricht in den von der Stadt Nabburg zur Verfügung gestellten Klassenräumen im Volksschulgebäude statt. Die Schüler kamen aus den Altlandkreisen Nabburg und Oberviechtach und brachten es alle zu Etwas. Etliche nutzten den „Zweiten Bildungsweg” nach abgeschlossener Berufsausbildung zum Studium an Fachhochschulen (Dipl-Betriebswirt/Dipl-Ingenieur), zwei wurden noch Gymnasiallehrer über einen Universitätsabschluss und ein Schüler schaffte es zum „Prof. Dr. med”. Und das, obwohl Etliche aus Dorfschulen, wie zum Beispiel Trausnitz kamen (1. und 2. Klasse Lehrerin Gruber, 3.,4. und 5. Klasse Lehrer Dietl, als fünf Klassen mit nur zwei Lehrern bis zur Aufnahmeprüfung zur Realschule. Aus dem Kreis Oberviechtach kamen die Schüler mit der Bahn, dem „Bockl”. Im strengen Winter 1963 gab es solche Schneefälle, dass es freie Schultage gab, weil die Gleise erst von Bundeswehrsoldaten freigeschaufelt werden mussten. Schade, dass es höchstwahrscheinlich das letzte Klassentreffen war.