Die christliche, marianische Organisation, gegründet vor ca. 100 Jahren in Irland, die sich inzwischen weltweit verbreitet hat, gibt es nun seit 40 Jahren in Tirschenreuth.
Den Anstoß dazu gab damals der Münchner Pfarrer Karl-Maria Harrer, der in Tirschenreuth einen Einkehrtag wegen der Anbetung abhielt und dabei auch für die Legio Mariens warb.
Der damalige Pfarrer Georg-Maria Witt hatte dafür ein offenes Ohr, war er doch selber ein großer Marienverehrer. Legion Mariens bedeutet: Die Mitglieder wollen eine Legion, also ein Heer für Mariens Anliegen sein!
Zwei Monate zuvor war die Ewige Anbetung in Tirschenreuth eingeführt worden. Da passte die Legio Mariens gut ins Konzept. Eines der Gründungsmitglieder hatte schon im Vorfeld 50 betende Mitglieder für die Legion gewinnen können, was für die Gründung der Legion eine gute Voraussetzung war. Die Organisation besteht nämlich aus sogenannten „aktiven“ und „betenden Mitgliedern“. Die „betenden Mitglieder“ beten täglich einen Rosenkranz in den Anliegen der Legion und unterstützen dabei die Arbeit der aktiven Mitglieder, die sich wöchentlich in einer Gruppe (Präsidium) treffen.
In dieser Gruppe wird gebetet, geistliche Lektüre behandelt, die wöchentlichen Aufgaben zugeteilt und darüber berichtet. Natürlich wird davon nichts nach außen getragen. Ehrenamtliche Arbeiten sind zum Beispiel Mesner- und Lektorendienste, Gestaltung und Durchführung von Andachten, Kranken- und Altenbesuche, Gratulationsbesuche, Schmücken von Lourdesgrotte und Murschrottkapelle, Patrizierrunde abhalten, Fronleichnamsteppich legen, Rosenkranz in Kirche und Altenheim vorbeten und vieles mehr.
Begonnen hat die erste Gruppe von aktiven Mitgliedern im Mai 1986 mit 7 Mitgliedern, vor allem Frauen. Deren geistlicher Leiter war Pfarrer Georg Maria Witt. Bereits nach einem Jahr wurde eine neue Gruppe gegründet, anfangs „Männerpräsidium“ genannt, weil vorwiegend Männer dabei waren.
Später kam auch ein Jugendpräsidium sowie eine Gruppe Nazaretkinder dazu, betreut von erwachsenen Legionsmitgliedern. Dabei kam die religiöse Bildung, aber auch der Spaß nicht zu kurz! Später wurde das Männerpräsidium wegen der vielen neuen Mitglieder geteilt. So entstand die dritte Erwachsenengruppe. Diese 3 Gruppen gibt es noch immer mit insgesamt 11 Mitgliedern, betende Mitglieder sind inzwischen 160 dabei.
Am kommenden Samstag, dem 9. Mai, wird nun dieses Jubiläum im Rahmen des Vorabendgottesdienstes um 19.00 Uhr in der Stadtpfarrkirche gefeiert und auch musikalisch festlich umrahmt. Es ergeht herzliche Einladung zur Teilnahme an alle!