Bad Vilbel: Am 29. und 30. August fand im hessischen Bad Vilbel erstmals die deutsche Meisterschaft der U18 im 3x3 statt. Sowohl die Mädels als auch die Jungs qualifizierten sich für dieses Event bereits im Mai in Tegernheim und reisten als amtierende bayerische Meister in der Altersklasse U17 an.
Die Voraussetzungen für die Meisterschaft gestalteten sich nicht optimal, so mussten die Jungs auf Henry Tiemann verzichten, der als 2011er Jahrgang zu jung für das Turnier war. Ebenfalls musste man aus Urlaubsgründen auf Tim Neumüller verzichten. Daher stießen mit Tiger Dunne und David Ionescu 2 neue Spieler zur Mannschaft. Ionescu wurde mit Kreutzmeier im Juli bayerischer Meister in der Altersklasse U18. Somit konnte das Team vollzählig am Samstag in einer der 4er-Gruppen starten. Die ersten beiden Spiele wurden dabei knapp und unglücklich verloren. Gegen das Team „Tiger“ mit 3 bereits 18-jährigen Spielern aus Berlin konnte das junge Oberpfälzer Team in der Offense nicht so glänzen wie gewohnt und man verlor das Spiel mit 13:15. Im 2. Gruppenspiel gegen das Team „Eule“ aus Chemnitz erwischte man einen denkbar schlechten Start und lag schnell mit 0:10 zurück. Das Team zeigte aber Moral und kämpfte sich Punkt um Punkt heran – bis auf 2 Punkte konnte man zwischenzeitlich verkürzen. Allerdings war die Kraftanstrengung zu groß und so verlor man doch mit 15:21. Zudem verletzte sich Tiger Dunne am Arm und musste am Abend im Krankenhaus versorgt werden. Es stellte sich ein Bruch heraus und somit war klar, dass man am nächsten Tag nur noch mit 3 Spielern antreten konnte und das gegen den vermeintlich besten Gegner in dieser Gruppe.
Im 1. Spiel der Gruppe am Sonntag gewann Team „Eule“ erwartungsgemäß gegen Team „Tiger“. Dadurch war für das dezimierte Oberpfälzer Team immer noch die Quali für das Viertelfinale möglich. In einem spannenden Spiel gegen Team „Isolation“ (aus Urspring), gespickt mit vielen schönen Szenen, inkl. eines krachenden „Posterdunks“ von Paul Kreutzmeier, wechselte die Führung zwischen beiden Mannschaften ständig. Auch dank eines exzellent aufspielenden Elias Nonn, der in diesem Spiel drei Würfe jenseits der 3er-Linie verwandelte und somit 6 Punkte beisteuerte, konnte das Spiel nach 8 Minuten mit 21:19 gewonnen werden.
Nach dem Abpfiff wartete man gespannt auf die finale Gruppentabelle. Hier zeigte sich dann, dass die Hunters in dem 3er-Vergleich (alle Mannschaften mit jeweils 1 Sieg) den 3. Platz holten und Team „Isolation“ sich auf das Viertelfinale vorbereiten durfte. In Summe holte dieses Team die Bronzemedaille.
Die jungen Hunters freuten sich trotzdem und erreichten einen respektablen 9. Platz (von 16 teilnehmenden Mannschaften) – als bester 3. Platzierter der 4 Gruppen.
Die Mädels spielten von Beginn an nur zu 3., da sich eine Spielerin kurz vor dem Turnier verletzte. Bojana Djurdjevic wurde durch 2 weitere Spielerinnen aus Bayern unterstützt und folgende Ergebnisse wurden erzielt. In der Gruppenphase ein 15:13 gegen das Team „hoop icons“ aus Hessen, danach musste man sich im Spiel gegen den späteren deutschen Meister „habibi heat“, zusammengewürfelt aus unterschiedlichen Bundesländern, mit 19:11 geschlagen geben. Am Sonntag gewann die Mädels gegen die „Junior Panthers O“ aus Nordrhein-Westfalen 20:14. Somit durften sie im Viertelfinale gegen das Team „4theWin“ spielen, verloren aber relativ deutlich mit 21:9. In Summe wurde der 5. Platz erreicht, worüber sich die Spielerinnen natürlich sehr freuten.
Für 3 Spieler handelte es sich um ein ganz besonderes Turnier, da es das letzte Spiel in den Trikots der Hunter war – Bojana Djurdjevic zieht es nach New York (USA), David Ionescu nach Würzburg und Paul Kreutzmeier nach Jena.
Für die Zukunft der Hunters – welche in die 6. Saison gehen – wird sich zeigen, wie sie sich in der Trendsportart 3x3 weiter beweisen können. Die Spieler und Verantwortlichen freuen sich auf alle Fälle auf die neue Saison mit neuen Herausforderungen und spannenden Spielen.