Der Arbeitskreis Heimat und Kultur Schnaittenbach hatte vergangenen Sonntag eingeladen zu einem kostenlosen Benefizkonzert „30 Jahre Blecherne Sait´n“. Die vorhanden 200 Sitzplätze reichten nicht aus, um allen Gästen und Fans ausreichend Sitzgelegenheit zu bieten. Viele Zuhörer mussten mit den vorhanden Stehtischen oder Ersatzsitzplätzen vorlieb nehmen. Der Sprecher des Arbeitskreises „Bebbo“ Schuller ging in seiner Laudatio zunächst zurück ins Jahr 1983, da traf der junge, fesche Franz Gericke auf eine gewisse Ingrid Scheuerer aus Amberg, die beim dortigen Zitherklub die Zither zupfte. Und da stimmte die Chemie sehr bald.. 1 Jahr später waren beide auf Floridaurlaub bzw. Konzerttournee, die Ingrid war mit der Zither dabei und der Franz mit seiner Tuba… „Tuba und Zither“, das muß funktionieren sagte der Franz und 1996 gründeten Ingrid und Franz die „Blechernen Sait´n“. Anfangs war der Schatz Kare aus Schnaittenbach mit der Gitarre dabei und seit 2014 wurde er von Sepp Donhauser abgelöst…Highlight im Lebens vom Franz war sein Auftritt als Louis Armstrong als er 1996 ins Finale der Soundmixshow kam und bundesweit Bekanntschaft erlangte und zusammen haben beide – Ingrid & Franz- 2011 erfolgreichst eine zehntägige Russland-Tournee absolviert…so „Bebbo“ Schuller.
Der Hausherr des Kulturstadls bzw. des Rathausinnenhofs, Bürgermeister Marcus Eichenmüller schloss sich dem Lob an und bemerkte u.a. dass der liebe Gott ein Schnaittenbacher sein müsse ob des wunderbaren Spätsommerwetters, das während des Konzertes herrschte.
Während des Konzerts ergriff auch Kreisheimatpflegerin Martha Pruy das Wort und beglückwünschte das Trio und stellte heraus, dass sie die Volksmusik im Landkreis und darüber hinaus populär gemacht hätten und dazu beigetragen hätten, die Volksmusik zu entstauben und mit neuem Leben zu erfüllen. Sie entbot auch Grüße vom Landrat Richard Reisinger.
Dann zogen die „Blechernen Sait´n“ alle Register ihres Könnens: Von Jodlern, Zither- und Harfen-stücken über alte Evergreens („gehen sie aus vom Stadtpark die Laternen“, „Sweet Caroline“), selbstgestrickten Couplets („Stinkefinger Blues“, „s´Mästen“) bis hin zu Franzls Louis-Armstrong-Imitationen („what a wonderful World“) ging das Repertoire und so wurden aus den angekündigten 60 Minuten schnell 1 ½ Stunden.
Das Publikum dankte den „Blechernen Sait´n“ mit langanhaltendem Beifall und sparte nicht an Spenden. Nahezu 1500 Euro kamen am Ende zusammen, die den Schnaittenbecker Kindergärten zur musikalischen Frühförderung zu Gute kommen sollen.