Im Pfarrheim Bechtsrieth brannte die Luft, als der SPD-Ortsverein Bechtsrieth/Trebsau zum x-ten Mal zum legendären Schafkopfrennen einlud. Die Genossinnen und Genossen konnten es diesmal kaum erwarten und zogen den Termin kurzerhand vor. Schließlich weiß jeder: Wer zu lange auf ein gutes Blatt wartet, sitzt am Ende ohne Ober da. An 16 Tischen starteten 64 kartenerprobte Teilnehmer in einen Nachmittag voller Spannung. Jeder legte los, als ginge es nicht nur um Ruhm und Ehre. Die Stimmung schwankte zwischen fröhlicher Schadenfreude und dramatischem Kopfschütteln – typisch Oberpfälzer Schafkopf-Emotionalität eben. Während Alfred Wulfänger und seine fleißigen SPD-Helfer das Turnier mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks managten, wurden an den Tischen die Karten gemischt, die Stiche gezählt und die Trümpfe mit stolzgeschwellter Brust auf den Tisch geknallt. Alfred hätte vermutlich auch eine Weltmeisterschaft organisiert. Am Ende jedoch setzte sich Jürgen Plößl durch und belegte souverän den ersten Platz. Ihm dicht auf den Fersen folgte Uli Herrmann, der offenbar ein gutes Händchen und das nötige Kartenglück vereinte. Den dritten Platz ergatterte Stefan Ebnet, der sich sicher schon auf das nächste Turnier vorbereitet. Die Herzen des Publikums eroberte allerdings Gabi Bauer, die mit Humor und Durchhaltevermögen glänzte und dafür den Trostpreis erhielt. Der Applaus war auch ihr sicher. Alles in allem: ein Nachmittag voller guter Karten, guter Laune und guter Kartler, die bis aus Bayreuth, Schwandorf und Auerbach kamen.