Politik packt beim Turnen mit an: TV 1861 Amberg hofft auf optimierte Hallenausstattung Zu einem ganz normalen Trainingsbetrieb haben die Turnerinnen und Turner des TV 1861 Amberg in die 2-fach-Sporthalle der Luitpold-Mittelschule eingeladen. Der Einladung folgten der Landtagsabgeordnete (MdL) Bernd Heinisch und TV-Vorstandsmitglied Robert Weinberg. Die beiden Gäste bekamen vor Ort nicht nur einen Eindruck davon, wie professionell in Amberg Turnsport getrieben wird, sondern auch, wie aufwendig die Vorbereitungen vor jedem Trainingsstart sind. Bevor die Sportlerinnen und Sportler überhaupt loslegen können, müssen zahlreiche Großgeräte aufgebaut werden: vom Spann-Stufenbarren oder Hochreck über die Tumblingbahn für das Bodenturnen bis hin zum Sprungtisch und der umfassenden Mattenabsicherung. Für diesen Kraftakt werden jedes Mal viele helfende Hände benötigt. Da der Auf- und Abbau wertvolle Zeit verschlingt, ist die effektive Trainingszeit für die Aktiven stark begrenzt. MdL Heinisch und Vorstandsmitglied Weinberg durften diese Herausforderung direkt am eigenen Leib erfahren – ihre Mithilfe beim Aufbau wurde von den Verantwortlichen dankend in Anspruch genommen, wodurch sich beide prompt einen authentischen Eindruck aus der Praxis verschaffen konnten. Ein zentrales Thema des Vorortgesprächs war zudem die problematische Ringeaufhängung. Um diese Disziplin mit den Jungen trainieren zu können, muss die Sparte derzeit in die Schulturnhalle des Gregor-Mendel-Gymnasiums (GMG) ausweichen. Wettkampfringe bedürfen einer speziellen Ausführung mit Dämpfung, Federung und Drehoption – herkömmliche Schulringe sind für den Leistungssport nicht geeignet. Dabei gäbe es laut Spartenleiter Reinhard Weber eine pragmatische Lösung: „Aufhängungen werden von diversen Turngeräteherstellern für den nachträglichen Einsatz an Doppelträgern in gängigen Sporthallen angeboten.” Eine solche Nachrüstung in der Luitpold-Mittelschule würde es ermöglichen, alle Turngeräte an einem einzigen Ort zu bündeln. Wie wichtig kurze Wege und gemeinsame Hallenzeiten sind, zeigt der Blick auf die aktuellen Strukturen. „Die Synergieeffekte und die Effizienz, seit wir das Training mit den Mädels zusammengefasst haben, sind enorm. Jeder profitiert vom Anderen, ob Trainer oder Sportler”, betonte Weber. Der Traum des Vereins bleibt langfristig eine eigene Sporthalle, in der die Geräte dauerhaft stehen bleiben können, wie es in vielen anderen Turnvereinen bereits Standard ist. Doch die Amberger Turner zeigen sich bescheiden: „Wir wären schon mit kleinen Schritten zufrieden”, so das Fazit der Spartenleitung mit Blick auf eine mögliche Hallenoptimierung, denn wir turnen in beiden Bereichen auf Wettkämpfen bayernweit.