Der Sportverein in Trevesen ist ein kleiner Sportverein. Mit seinen 170 Mitgliedern zählt er bestimmt zu den kleinsten im ganzen Umkreis. Was aber das Faschingstreiben angeht, ist der kleine Verein ganz groß.
Jedes Jahr organisieren die Verantwortlichen des Sportverein Trevesen mehrere Faschingsveranstaltungen. Der traditionelle Faschingsumzug am Faschingssamstag durch Trevesen, wird bereits seit fast 30 Jahren durchgezogen.
Die Bewohner Trevesens warten mittlerweile schon darauf, dass die kleinen Narren des Sportvereins durch die Straßen ziehen. Einige Kinder starteten mit Marina Fenzl im „Glasscherbenviertel”, die zweite Gruppe mit Beate Sporrer in der „Siedlung”, für die Dorfmitte kamen sie zusammen. Mit lauter Musik und bunten Faschingskostümen sind die Kinder im Dorf unterwegs. Sie klingeln an den Haustüren und singen ihr bekanntes Lied, das auch zu einer festen Tradition für die kleinsten Sportler geworden ist. „Lustig ist die Fasenacht, wenn mei Mutter Kaichl bacht, wenn sie ower koine bacht, pfeif ich auf die Fasenacht! Trevesen Helau, Trevesen Helau, Trevesen Helau!” Die Kinder singen es laut und fröhlich, nachdem die Bewohner an den Haustüren erscheinen. Dann werden Krapfen überreicht und die Sänger werden von den Zuhörern mit Süßigkeiten und Barem belohnt.
In diesem Jahr waren es 20 Mädchen und Buben mit ihren Eltern, die Freude am bunten Treiben hatten. Bereits die Kleinkinder werden im Kinderwagen mitgenommen. Über drei Stunden waren die Falkner, Mexikaner, Clowns, Holzhauer, Bienen und Prinzessinnen mit ihren Bollerwägen unterwegs, um traditionell die närrische Zeit zu verkünden. Im Feuerwehrhaus Trevesen gönnten sie sich eine kurze Pause zum Verschnaufen und wurden von der Feuerwehr mit Getränken versorgt. Nach dem Umzug durften sich die Faschingsnarren im Haus der Vereine stärken. Die „Beute“ wurde gerecht aufgeteilt. Die Kinder erhielten Süßigkeiten und einen Geldbetrag für die Sparbüchse.