Zahlreiche Gläubige aus Weiding und den umliegenden Ortschaften beteiligten sich an den traditionellen Flurprozessionen rund um das Pfingstfest. Ziel vieler Bittgänge und Andachten war auch heuer wieder die idyllisch gelegene Setterlkapelle oberhalb von Preißhof, die seit Generationen ein wichtiger Ort des Glaubens und der Besinnung ist. Die aus Bruchsteinen errichtete Kapelle stammt aus dem Jahr 1871 und gehört zu den bekannten religiösen Kleinoden der Region. Zu dieser Zeit fanden bereits die ersten Bittgänge zur Kapelle statt.
Der Monat Mai gilt in der katholischen Kirche als „Marienmonat“ – also als Zeit, in der besonders die Muttergottes Maria verehrt wird. Im Mai beginnt die Natur zu blühen, was symbolisch mit Maria als „schönster Blume Gottes“ verbunden wurde.
Bereits am Pfingstmontag versammelten sich zahlreiche Teilnehmer zu Gebeten und Gesängen, um für Gottes Segen für Felder, Fluren und die ganze Gemeinde zu bitten. Solche Flurprozessionen haben in der Oberpfalz eine lange Tradition und verbinden Glauben, Heimatverbundenheit und Gemeinschaft. Auch in vielen anderen Pfarreien der Region werden diese Bittgänge rund um Pfingsten bis heute gepflegt.
Besonders stimmungsvoll verlief auch heuer wieder am Pfingstmontag die Maiandacht an der Setterlkapelle, zu der der Seniorenkreis Weiding eingeladen hatte. Die musikalische Gestaltung übernahm die Gruppe „Passt scho“, wodurch die Feier einen feierlichen Rahmen erhielt. Bei schönem Frühsommerwetter nutzten viele Besucher die Gelegenheit zu einem gemeinsamen Gebet unter freiem Himmel. Sie folgten gerne der Einladung von Frau Christina Serve vom Seniorenkreis Weiding, welche diese schöne Tradition seit etlichen Jahren wieder aufleben ließ.
Die Flurprozessionen und Andachten zeigen, dass kirchliche Traditionen in Weiding weiterhin lebendig sind und von Jung und Alt gemeinsam getragen werden.