Die Kirche St.Nikolaus von Pittersberg war an den Tagen von Allerheiligen, wie auch an Allerseelen übervoll mit Gläubigen, ihr Gebet im Gotteshaus, auf dem Friedhof sowie an den Gräbern galt den Verstorbenen und den in die Ewigkeit vorausgegangen Eltern, Geschwistern und Angehörigen.
Die Stille der Novemberzeit und auch die Erinnerungen auf dem Gottesacker an sie waren für die Lebenden am Ende erfüllend sowie tröstend. Alle Grabstätten waren mit Freude im Interesse der Toten im Vorfeld hergerichtet und mit Blumen reichlich geschmückt worden. Sowohl den Verstorbenen, wie auch den Menschen selbst tat dies sicherlich gut, es war letztlich Dankbarkeit.
Bei der Andacht am Nachmittag des Allerheiligentages spielte der Organist an der Orgel der Kirche das hierzu markante Lied „Näher mein Gott zu dir” und alle Kirchenbesucher stimmten mit ein. Und Ruhestandspfarrer Josef Beer verlas anschließend in bekannter, ruhiger Art die Namen der acht Verstorbenen der Pfarrei seit dem letztjährigen Allerheiligen: Maria Kellermann, Heinz Tauscher, Margit Götz, Angela Wrobel, Erna Meier, Peter Scheibl, Johann Hermann sowie des in den letzten Tagen des Oktobers verstorbenen Priesters Alfons Laumer. Die große Glocke vom Kirchturm her erinnerte an ihr Leben auf Erden. Und am Volksaltar wurde je ein kleines Licht für sie alle entzündet.
Seelsorger Beer stellte schließlich an die Kirchenbesucher am Ambo des Gotteshauses zu Beginn seiner Predigt die für jeden Christen wichtige, wie auch berechtigte Frage des Glaubens: Werden wir alle einmal unsere Lieben im Jenseits wiedersehen? Dürfen wir alle ebenso daran glauben, dass wir Menschen nach dem Tod nicht ins Bodenlose fallen, so der Geistliche weiter, sondern in Gottes Hand? Der Pfarrer regte auf diese Weise sichtlich der Gläubigen Gedanken an!
Unser fundierter Glaube trage in des Lebens schweren Zeiten, so der Geistliche. Die Liebe zu unseren Verstorbenen überdauere auch den Tod. Draußen auf dem Friedhof wurden die Gräber vom Priester am Ende mit Weihwasser besprengt und gesegnet. Das gemeinsame Vaterunser aller war gen Himmel weithin zu hören. Und mit dem Lied „Segne du Maria” war auch die Gottesmutter als Fürsprecherin mit ins Gebet eingebunden. Am Kirchplatz folgte schließlich noch ein längerer und froher Gedankenaustausch unter den einheimischen sowie auswärtigen Kirchenbesuchern.