Von Hersbruck bis Sulzbach und aus dem benachbarten Nürnberger Land kamen die Gäste zum Stadel und Hinterhof der ehemaligen Wagnerei Kohl, in der die Adventsandacht stattfand. Die Besitzerin Hildegard Kohl hatte mit ihren Bekannten alles wunderbar weihnachtlich geschmückt. Alte Leitern, Holzräder und Schlitten waren zu sehen, die noch von Hildegards Vater, dem Wagner Georg Kohl stammten. Dazwischen glänzten Herrenhuter Sterne und weihnachtliche Beleuchtungen, eine Nähmaschine wurde zum Altar umfunktioniert. Es herrschte eine ganz besondere heimelige Stimmung. Der Gospelchor sang neben der Futterkrippe mit dem Jesuskind das Lied im Oberpfälzer Dialekt „Sing ma im Advent!“. In diesem idyllischen Ambiente feierte der evangelische Diakon Bernd Deyerl die Andacht. Er las die Geschichte vom Schuster Martin vor, der darauf wartete, dass Gott ihn besuchte. Jedoch erkannte er nicht, dass Gott ihn in Gestalt einer armen Mutter mit ihrem Kind besuchte. Bei den Fürbitten baten Hildegard Kohl und Bernd Deyerl darum, dass die Menschen durch Jesus Christus frei und erlöst leben können. Dicht gedrängt standen die vielen Gottesdienstbesucher. Auch der Männergesangverein Eschenfelden unter der Leitung von Gerhard Knahn war zu Gast und sang das Lied „Es ist Advent“ im Dialekt. Danach wurden die Gäste im romantischen Hinterhof aufs Beste mit Glühwein, Kuchen und belegten Broten verpflegt.