Feierstunde am Vertriebenenmahnmal auf dem Stadtfriedhof Weiden
Am 9. September hatten die Landsmannschaften der Schlesier und die Sudetendeutsche Landsmannschaft zu einer Feierstunde auf dem Stadtfriedhof Weiden eingeladen. Anlaß war die Aufstellung einer Gedenkstele und eines Pultsteins zur Ergänzung des Vertriebenenmahnmals. Dieses wurde 1953 vom Bildhauer Erich Elsner geschaffen und diente lange Jahre dem Gedenken an die Toten, die in Heimaterde auf Friedhöfen ruhen und deren Gräber bis zum Fall des Eisernen Vorhangs nahezu unerreichbar waren. Das Mahnmal zeigt die Heimatwappen der Vertreibungsgebiete. Da eine zuordnende Beschriftung fehlt, war angesichts der Zeitläufe zu befürchten, daß bereits in näherer Zukunft dem Betrachter sich nicht mehr erschließen wird, welches Wappen den einzelnen Herkunftsgebieten zuzuordnen ist. So wurde im Bereich der ortsansässigen Landsmannschaften die Idee geboren, am bestehenden Denkmal entsprechende Inschriften zu ergänzen. Da dies aus Denkmalschutzgründen nicht möglich war, ließ man vom Weidener Steinmetzbetrieb Raithel eine Granitstele mit verkleinerten Wappen einschließlich Benennung der Heimatlandschaften fertigen. Zudem wurde ein Pultstein mit erläuterndem Text für die Nachgeborenen gesetzt.