Fischwirt ist nicht Angeln - SchuleWirtschaft Tirschenreuth zu Gast bei Stier-Fische in Bärnau
Schwüle Gewitterluft hing über der Wendermühle bei Bärnau, als das Netzwerk SchuleWirtschaft Tirschenreuth mit rund 25 Gästen in der gemütlichen Fischerhütte der Fischzucht Stier zusammenkam. Auf der Agenda: die Geschichte des Familienbetriebs, aktuelle Entwicklungen sowie Chancen für Praktika und Ausbildung. Mit Anekdoten und anschaulichen Beispielen führte Seniorchef Alfred Stier durch die Entstehung der Stier-Betriebe. Im Blick hatte er dabei auch mögliche Praktikantinnen und Praktikanten – mit der klaren Botschaft: „Fischwirt ist nicht Angeln!” Grundsätzlich steht der Betrieb Interessierten offen, unabhängig vom angestrebten Schulabschluss. „Es braucht jedoch ein Gesicht zur Bewerbung”, so Stier – persönliche Vorstellung erwünscht. Reinhold Witt, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Tirschenreuth-Weiden, ergänzte: Wer einen Einstieg sucht, kann sich auch direkt beim Amt melden. Dort gibt es Kontakte zu Ansprechpartnern, Betrieben und Ausbildungsstellen im Bereich Fischwirtschaft. Unter dem Motto „Tradition trifft Moderne” übernahm anschließend Juniorchef Josef Stier. Er gab Einblicke in Innovationen, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Ob Farminsect, geschlossene Kreislaufanlagen oder Energiegewinnung: Die detaillierten Beispiele machten deutlich, wie breit das Anforderungsprofil heute in der Fischwirtschaft ist – und welche Expertise gefragt ist. Bei feinen Fischhäppchen kamen Lehrkräfte verschiedener Schularten, Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen sowie Unternehmen aus der Region zum vertieften Austausch zusammen – vereint durch das Thema Urproduktion. Das Netzwerk SchuleWirtschaft Tirschenreuth bedankt sich herzlich bei der Familie Stier und allen Teilnehmenden – und blickt bereits auf die nächsten Veranstaltungen.