Interessiertes Auditorium während der Lesung von Christian Witt (Bild: Elisabeth Grassler)

Asterix zu Besuch in der Oberpfalz

Asterix und Obelix sprechen wie wir, echte Oberpfälzer halt – und die Römer hom si die ganze Owapfalz unter'n Nogl gerissn, bis af a Kaff vull nascher Owapfölzer. Da gehören Asterix und Obelix natürlich dazu – Christian Witt macht es möglich, weil er einen Band der Comic-Serie ins Oberpfälzische übertragen hat: Asterix und as bäihmische Schüddl. Eine übersetzerische Meisterleistung mit viel Sprachwitz und Fingerspitzengefühl für sprachliche Eigenheiten. In der Marktbibliothek Mantel brachte Christian Witt sein Werk einem interessierten und gut aufgelegten Publikum näher. Mal laut, mal leise ließ er seine Gestalten lebendig werden. Majestix musste wegen Leberbeschwerden zur Kur ins Sibyllenbad, begleitet von Asterix und Obelix. Die haben den passenden Zoigl-Zaubertrank dabei, um den römischen Gefahren im Stiftland gewachsen zu sein. Dort treffen sie auf den römischen Sonderbeauftragten Tullius Ramasurius. Es muss nämlich das bäihmische Schüddl gefunden werden, um damit einen Festzug in Diascharaad zu veranstalten. Die Römer erhalten die übliche Behandlung, zum Vergnügen des Publikums lautmalerisch dargestellt von Christian Witt. Auch die lateinischen Zitate erhalten eine passende freie Übersetzung im Dialekt. Natürlich darf Cäsar nicht fehlen, und wie es am Ende mit dem bäihmischen Schüddl ausgeht, wird nicht verraten. Schließlich sollen wir ja das Buch selber zu Ende lesen. Christian Witt versteht es, seine Zuhörer zu fesseln und ihnen den Dialekt perfekt zu präsentieren. Für Zugereiste vielleicht manchmal schwierig zu verstehen, aber für Sprachkundige ein großes Vergnügen, wenn von Wüldsei, Schwammerla oder dem Birscherl die Rede ist. Fragen, wie die Übersetzung funktioniert, welche Regeln und Abläufe es gibt, beantwortete er ausführlich. Natürlich signierte er im Anschluss die gekauften Bücher. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Band erscheinen. Dann dürfen sich alle Asterix-Fans auf ein neues oberpfälzisches Abenteuer freuen.
Beim Frauen-Preisschafkopf belegte Martina Kraus Platz eins gefolgt von Franziska Friedrich und Platz drei ging an Gerlinde Adam (2. -4. v. links) Kerstin Janner erklärte die Spielregeln und stand mit Rat und Tag zur Seite.  (Bild: Eva Seifried )

Gute Karten beim Preisschafkopf der Frauen

Am Freitag des Kirchweihwochenendes startete die Marktbibliothek wie schon seit Jahren traditionell mit dem Preisschafkopf für Frauen. An sechs Tischen spielten 24 Damen um die Punkte. Es wurden zwei Runden mit je 30 Spielen gemacht. Kerstin Janner verlas die Spielregeln und stand immer mit Rat und Tag zur Verfügung. Seit Jahren gehen Familien mit drei Generationen an den Start: Oma, Mama und die Enkelinnen. Diesmal fehlte eine Oma sie war auf einem Geburtstag eingeladen. Diese Teams waren auch sehr erfolgreich. Bei der Familie Kraus belegte Enkelin Martina den ersten Platz mit 109 Punkten, gefolgt von Franziska Friedrich aus dem Team Kuschidlo-Friedrich. Der dritte Platz ging an Gerlinde Adam, die vor einigen Jahren nach Weiden gezogen ist, aber zum Preisschafkopf immer gerne nach Mantel kommt. Jede Dame brachte ein Geschenk im Wert von mindestens zehn Euro mit und jede Teilnehmerin konnte dann auch einen Preis im gleichen Wert mit heim nehmen. Ausgesucht wurde in der Reihenfolge der Sieger. Es gab eine tolle Einkaufstasche aus Jeansstoff genäht, einen Adventskalender mit alkoholischem Inhalt, Pralinen, Gutscheine, Bücher, Leckeres aus dem Fassladen und vieles mehr. Gegen Spenden gab es Getränke, Knabbereien und Süßigkeiten als Nervennahrung. Aber die Damen spielten ganz entspannt, es wurde viel gelacht. „Dabei sein ist alles“ war die Devise, wer kein gutes Blatt bekam war auch nicht traurig. Das Bibliotheksteam mit Elisabeth Grassler sorgte für Auf- und Abbau der Tische und organisierte den heiteren Abend.
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