Die Marktbibliothek Mantel nahm zum dritten Mal am Sommerferienleseclub teil, was Lesemaus Glori Globus sehr freute. (Bild: Elisabeth Grassler)

Sommerferienleseclub - erneut ein überragender Zuspruch in der Marktbibliothek

Nun schon zum dritten Mal verbrachten viele Kinder einen Teil ihrer Ferien mit spannenden Geschichten und jeder Menge Lesestoff, denn auch in diesem Sommer nahm die Marktbibliothek Mantel am Sommerferienleseclub, einer landesweiten Initiative zur Leseförderung, teil. Der Leseeifer wurde im Rahmen einer Preisverleihung in der Grundschule Mantel mit attraktiven Preisen belohnt. Elisabeth Graßler, Liane Schmid, Gudrun Bühler und Jutta Lippik vom Bibliotheksteam begrüßten gemeinsam mit Bürgermeister Richard Kammerer die zahlreich erschienenen Familien. Die Aula war gut besucht – ein schönes Zeichen für die Wertschätzung der Aktion durch Kinder, Eltern und Gemeinde. Zu Beginn durften die Kinder schätzen, wie viele Bücher heuer gelesen wurden. Zuvor hatten die Teilnehmer für ihre gelesenen Bücher Holzperlen in ein bereitgestelltes Gefäß gelegt. Diese wurden zu einer langen Kette zusammengefügt. Für die Kinder, die der richtigen Zahl am nächsten kamen, gab es einen Sonderpreis. Bereits im vergangenen Jahr war die Resonanz erfreulich hoch, doch in diesem Jahr wurde sie erneut übertroffen: Insgesamt nahmen 77 Kinder teil. Gemeinsam lasen sie unglaubliche 1005 Bücher – eine deutliche Steigerung gegenüber den 734 Büchern des letzten Jahres. Für dieses große Engagement erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde sowie tolle Sachpreise. Das Büchereiteam bedankte sich bei allen Spendern und Unterstützern für Geld- und Sachspenden, die es ermöglichten, dass alle Kinder einen Preis gewinnen konnten und versprach eine Fortsetzung dieser Ferienaktion im kommenden Jahr.
Interessiertes Auditorium während der Lesung von Christian Witt (Bild: Elisabeth Grassler)

Asterix zu Besuch in der Oberpfalz

Asterix und Obelix sprechen wie wir, echte Oberpfälzer halt – und die Römer hom si die ganze Owapfalz unter'n Nogl gerissn, bis af a Kaff vull nascher Owapfölzer. Da gehören Asterix und Obelix natürlich dazu – Christian Witt macht es möglich, weil er einen Band der Comic-Serie ins Oberpfälzische übertragen hat: Asterix und as bäihmische Schüddl. Eine übersetzerische Meisterleistung mit viel Sprachwitz und Fingerspitzengefühl für sprachliche Eigenheiten. In der Marktbibliothek Mantel brachte Christian Witt sein Werk einem interessierten und gut aufgelegten Publikum näher. Mal laut, mal leise ließ er seine Gestalten lebendig werden. Majestix musste wegen Leberbeschwerden zur Kur ins Sibyllenbad, begleitet von Asterix und Obelix. Die haben den passenden Zoigl-Zaubertrank dabei, um den römischen Gefahren im Stiftland gewachsen zu sein. Dort treffen sie auf den römischen Sonderbeauftragten Tullius Ramasurius. Es muss nämlich das bäihmische Schüddl gefunden werden, um damit einen Festzug in Diascharaad zu veranstalten. Die Römer erhalten die übliche Behandlung, zum Vergnügen des Publikums lautmalerisch dargestellt von Christian Witt. Auch die lateinischen Zitate erhalten eine passende freie Übersetzung im Dialekt. Natürlich darf Cäsar nicht fehlen, und wie es am Ende mit dem bäihmischen Schüddl ausgeht, wird nicht verraten. Schließlich sollen wir ja das Buch selber zu Ende lesen. Christian Witt versteht es, seine Zuhörer zu fesseln und ihnen den Dialekt perfekt zu präsentieren. Für Zugereiste vielleicht manchmal schwierig zu verstehen, aber für Sprachkundige ein großes Vergnügen, wenn von Wüldsei, Schwammerla oder dem Birscherl die Rede ist. Fragen, wie die Übersetzung funktioniert, welche Regeln und Abläufe es gibt, beantwortete er ausführlich. Natürlich signierte er im Anschluss die gekauften Bücher. Im nächsten Jahr soll ein weiterer Band erscheinen. Dann dürfen sich alle Asterix-Fans auf ein neues oberpfälzisches Abenteuer freuen.
north