Ein Dank für die langjährige Treue kam von Pfarrvikar Basil Bazir, Pfarrer Udo Klösel, zweiten Bürgermeister Thomas Kleber, Vorsitzender Silke Singer (v.l.) und von Diözesanvorsitzender Martha Bauer (re).  (Bild: Karl Ziegler)

Glaube, Gemeinschaft und Initiativen prägten das Vereinsjahr des Frauenbundes

Die Jahreshauptversammlung des Katholischen Frauenbundes fand im Pfarrheim „St. Marien“ statt und wurde von der Vorsitzenden Silke Singer eröffnet. Sie begrüßte besonders Pfarrer Udo Klösel, die Diözesanvorsitzende Martha Bauer sowie den 2. Bürgermeister Thomas Kleber. Zu Beginn wurde der verstorbenen Mitglieder gedacht, besonders an die verstorbene Schatzmeisterin Ingrid Höllerl. Im Anschluss gab Schriftführerin Barbara Pöllmann einen umfassenden Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr, das von Neuerungen und Reformen geprägt war. Der Frauenbund beteiligte sich unter anderem an der Bewirtung beim Pfarrfasching sowie am Faschingsfrühstück „Naschn Pfinsta“. Traditionell wurde im März der Weltgebetstag gefeiert und am Palmsonntag fanden die selbstgebastelten Ostersachen großen Anklang. Ein wichtiger Einschnitt war die Neuwahl der Vorstandschaft am 4. April: Silke Singer wurde zur neuen Vorsitzenden gewählt, Gunda Hölzl übernahm das Amt der Stellvertreterin. Ein besonderer Dank galt der bisherigen Vorsitzenden Beate Roth. Zu den weiteren Aktivitäten zählten die Organisation einer Maiandacht an der „Dainskapelle“ sowie eine Wallfahrt zum Eichelberg bei Hemau. Der kunstvoll gestaltete Blumenteppich an Fronleichnam war erneut ein besonderer Blickfang. Auch beim Pfarrfest und beim Barthlmarkt im Rahmen des Heimatfestes engagierte sich der Frauenbund mit Kaffee- und Kuchenverkauf. Großen Zuspruch fand die Vorführung der Marke LUMARA mit ihren Backwaren. Zum Patrozinium der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ wurden Kräuterbüschl angeboten. Ein weiterer Höhepunkt war der Gründungsgottesdienst der Pfarreiengemeinschaft an der Kapelle in Ragenwies sowie der Festgottesdienst zur Installierung von Pfarrer Udo Klösel am 26. Oktober. Sehr gut angenommen wurde auch das Buffet unter dem Motto „Kulinarische Reisen“. Es folgten ein Oktoberrosenkranz sowie kreative Bastelabende für Adventsdekorationen unter der Anleitung von Carmen Floß. Mit der Adventfeier im Gasthof Böhmerwald und dem Frauentragen im Dezember fand das Vereinsjahr einen stimmungsvollen Abschluss. Den Kassenbericht trug die Vorsitzende Silke Singer vor und die Kasse prüften Silvia Völkl und Petra Forster. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig. Bei den Neuwahlen wurde Michaela Maier zur neuen Schatzmeisterin gewählt. Ein weiterer wichtiger Programmpunkt waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Auf außergewöhnliche 50 Jahre blicken Agnes Bauriedl, Maria Bauriedl, auf 40 Jahre Gerda Prem, 30 Jahre Brigitte Biermeier, Rosmarie Frischmann, Gerlinde Hanauer, 20 Jahre Bettina Reindl, Barbara Winter und auf 10 Jahre Anja Biller, Daniela Forster, Elisabeth Gräber, Heidi Hammer, Isabelle Kleber, Johanna Kölbl, Diana Maier, Michaela Maier, Katrin Stahl zurück.
Beim Frauenbund-Frühstück blieb kein Platz leer. (Bild: Gunda Hölzl)

Ausnahmezustand in Sankt Marien: Wenn der Kochlöffel zum Zepter wird

Wer glaubte, der „Unsinniger Donnerstag“ sei nur zum Feiern da, der hat die Rechnung ohne die Damen vom Katholischen Frauenbund gemacht. Im Pfarrheim „Sankt Marien“ wurde am Weiberfasching nicht nur regiert, sondern regelrecht aufgetischt: Unter dem inoffiziellen Motto „Frühstücken, bis die Naht am Kostüm spannt“ luden die Vorstandschaft und ihr Team zum kulinarischen Marathon. Dabei war für die Mitglieder vom Frauenbund vor allem Logistik wie bei einem Staatsbesuch gefordert. Schon zwei Tage vorher verwandelte sich die Küche in eine Hochsicherheitszone für Kohlenhydrate. Die „Chefköchinnen“ ließen die Mixer glühen, während normale Sterbliche noch überlegten, welches Kostüm sie anziehen. Am Donnerstag selbst war für die Helferinnen die Nacht bereits um 6 Uhr vorbei – wer braucht schon Schönheitsschlaf, wenn man Lachs-Spinat-Rollen rollen muss? Ab 8 Uhr stürmten rund 120 Hungrige das Pfarrheim, das bis zum letzten Platz besetzt war und auf alle ein bunt gemischtes Buffet wartete. Es war ein Bild für die Götter: Während die TSV-Damengruppen im einheitlichen Kostüm mit „Schulranzen“ zum „Klassentreffen“ erschienen, gaben die „Zweigerler vom Tannenhof“ in ihren bunten Outfits den Takt vor. Mitten im Getümmel: Die Mitglieder vom Frauenbund höchstpersönlich, getarnt als „Blumenkinder“ zwischen Service, Theke und Buffet. Auch die Herren der Kirche, Marktgemeinde und der lokalen Politik trauten sich hinein – wohlwissend, dass gegen diese Frauenpower kein Kraut gewachsen ist. Das Buffet, eine Kulinarik der Superlative, war weniger ein Frühstück als vielmehr eine liebevolle Kampfansage an jede Fastenkur. Von herzhaften Krabbensalaten und Wurstsalat-Variationen bis hin zu süßen Sünden wie Panna Cotta mit Mango oder Schokomousse blieb kein Wunsch offen. Erst am späten Nachmittag, als auch der letzte Krümel verputzt und die letzte Lachshäppchen-Anekdote erzählt war, machten sich die Gäste glücklich und gesättigt auf den Heimweg. Für das Team des Frauenbundes war der Tag jedoch erst nach neun Stunden harter Arbeit beendet. Fazit: Wer braucht schon ein 5-Sterne-Hotel, wenn er den Frauenbund im Pfarrheim hat? Ein rundum gelungener Tag, der Lust auf das nächste Jahr macht – die Diätpläne können also getrost bis Aschermittwoch warten.

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