Inklusionsprojekt an der Grundschule Luhe-Wildenau
Zum Abschluss ihres Heimat- und Sachunterrichtsthemas „Auge” erlebten unsere 3/4-Klassen einen ganz besonderen Vormittag. Das Ehepaar Beate und Robert Götz baute in der Turnhalle und in der Aula einen „Sinnesparcours” auf, den die Kinder durchlaufen konnten. An einzelnen Stationen, die auch von Petra Piehler und den Klassenleitungen betreut wurden, durften die Schülerinnen und Schüler ausprobieren, wie sich blinde Menschen im Alltag zurechtfinden und welche Sinne sie dazu nutzen. Es standen verschiedene Mitmachangebote zum Hören, Riechen, Fühlen und Tasten bereit. Außerdem gab es einen Rollstuhlparcours zu meistern. Es war gar nicht so einfach, einen Rollstuhl selbst zu steuern oder auch ein anderes Kind durch Hindernisse zu schieben. Aufregend war auch die Station, an der die Kinder mit einem Blindenstock die Treppe bewältigen mussten. So schwierig hatten sie sich das tatsächlich nicht vorgestellt. Im Unterricht hatten die Schülerinnen und Schüler schon viel über blinde Menschen erfahren. Doch selbst einmal auszuprobieren, wie sich das anfühlt, mit einer Behinderung zu leben, war eine tolle Erfahrung für alle. Wir bedanken uns herzlich bei Beate und Robert Götz, die das Programm seit über 10 Jahren ehrenamtlich für Schulen anbieten und schon öfter bei uns an der Schule zu Besuch waren. Mit dem Parcours will das Ehepaar helfen, Berührungsängste abzubauen und Verständnis für die Lebenssituation sehbehinderter und blinder Menschen zu fördern.