Die Künstlerin Maria Hertrich, rechts mit den drei Generationen auf der Krücklasmühle. (Bild: Herbert Ziegler)

Die Heilige Familie erstrahlt in frischen Farben am Feldkreuz auf der Krücklasmühle

Die frühere Einöde Krücklasmühle war bereits mit anderen Kleinsiedlungen auf alten Landkarten zu finden. – Ehemals ein Teil der früheren Gemeinde Heinersreuth, und samt dieser nach Kirchenthumbach eingemeindet worden. Mittlerweile hat sich dort eine ansehnliche Siedlung der Familie Schleicher entwickelt, und für alle sichtbar hat man dort ein Gespür für Erhaltenswertes entwickelt. So auch geschehen mit dem Feldkreuz unter dem jetzt nicht mehr vorhandenen alten Kastanienbaum, dessen Jahre vorüber waren. Das Objekt aus Sandstein mit einem auf einer Metalltafel gefassten Bildnis der Heiligen Familie war seit seiner mutmaßlichen Entstehung Mitte des 19. Jhdt. sichtbar von den natürlichen Einflüssen gezeichnet. Die Farben waren verblasst und das Rost hatte sich deutlich in den Vordergrund gearbeitet. Die Bewohner der Krücklasmühle waren auf der Suche nach einer Restauratorin und sind in Kirchenthumbach fündig geworden. Maria Hertrich, selbständige Künstlerin hatte sich in einer Art Eigenstudium, neudeutsch sagt man auch „autodidaktisch“, in diesen Restaurierungstechniken kundig gemacht. Das Aussehen des Bildes vor der Restaurierung durch den Rost und der weißen Farbstruktur deuten auf verzinktes Blech hin, typisch für Wege- und Hofkreuze jener Zeit, so die Künstlerin. Das Bildmotiv zeigt die Heilige Familie, wobei Jesus im jugendlichen Alter abgebildet ist. - Darüber wacht Gottvater zusammen mit dem Heiligen Geist aus der immerwährend ewigen geistigen Dimension. Bei der Restaurierung wurde mit konservatorischen Grundsätzen vorgegangen die da sind stabilisieren und ausbessern. Bei der Bearbeitung der rostigen Partien wurden die entstandenen tieferen Stellen in der Bildebene mit sog. B72 Paraoliden, Konsoliderern wieder glatt gezogen. Das Motiv vorher und jetzt ist in Ölfarben gehalten, die Goldpartien mit Bronzepulver ergänzt. Die Oberfläche wurde mit Firnis versiegelt. An den Aussenrändern wurden bewusst die Teile der rostigen Partien belassen. Da die Umwelt bzw die Aussenwelt sehr hart einwirkt, sieht es der Betrachter im Hinterglas-Zustand. Bezüglich der Signatur lässt sich bei genauerer Betrachtung und Recherche auf einen Künstler namens Pokorny schließen. Familie Schleicher und die Künstlerin Maria Hertrich präsentierte das restaurierte Feldkreuz zusammen von drei Generationen der Familie Schleicher auf der Krücklasmühle. Eine kleine Feier mit Bekannten und Freunden schloss sich am Abend in der alten Mühle an.
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