Gelebten Glauben in der Dorfgemeinschaft Immenstetten
Im Mittelpunkt des Dorfes Immenstetten steht die 1902 im gotischen Stil erbaute Kapelle. Hier versammeln sich alljährlich die Angehörigen der Pfarrei Aschach-Raigering, um anlässlich des Dorffestes einen Gottesdienst zu besuchen. Unter den Schatten spendender Bäumen feierten die Gläubigen mit Pfarrer Josef Irlbacher die Hl. Messe. Dieser zeigte sich erfreut in der Dorfgemeinschaft gelebten Glauben erfahren zu dürfen und dankte den Organisatoren. In seiner Predigt verwies er auf Gemeinsamkeiten zwischen der Ausschmückung der Dorfkapelle und der Pfarreiengemeinschaft AM Mariahilfberg. Ein kleineres Fenster an der Ostseite des Altarraumes zeigt die Heilige Dreifaltigkeit, die Decke der Kapelle ziert ein großes ovales Gemälde mit der Heiligen Familie. An die Zeit der Gotik erinnern die an den Seitenwänden eingebauten vier bleiverglasten Spitzbogenfenster, die mit farbigen Ornamenten versehen sind. An der Vorderseite der Kapelle über der Eingangstür erhebt sich ein kleiner schlanker Turm, eine Holzkonstruktion, die mit Kupferblech ummantelt ist. In dessen Innern hängt eine Glocke. Die Turmspitze ziert eine goldene Kugel mit Kreuz. Beiderseits des Mittelgangs sind neun Kirchenstühle aufgestellt, die jeweils drei Personen Platz bieten. Sie erinnern an die neun Immenstettener Bürger, die den Bau fertig gestellt haben. An den Längsseiten in halber Höhe der Fenster sind Motivtafeln der 14 Kreuzwegstationen zu sehen. Eine Gedenktafel erinnert an die ortsansässigen Gefallenen beider Weltkriege. Im Altarraum, der etwas erhöht ist, steht ein reich mit Ornamenten verzierter neugotischer Holzaltar. Im Mittelteil befindet sich in einer Nische eine Nachbildung der Schwarzen-Mutter-Gottes Statue von Altötting. Rechts und links stehen auf Konsolen drei Heiligenfiguren, eine davon stellt den heiligen Franziskus mit einem Kind dar.