Vorfreude auf die Beer-Walbrunn-Tage: Der Kunst- und Kulturverein Anton Beer-Walbrunn freut sich auf musikalische Glanzlichter mit viel Kohlberger Lokalkolorit. (Bild: Silke Winkler)

Anton-Beer-Walbrunn-Kunst- und Kulturverein zieht positive Bilanz bei Jahreshauptversammlung

Einen fast vergessenen Komponisten wieder ins Bewusstsein der Musikwelt zu rücken – mit diesem Anspruch wurde der Anton-Beer-Walbrunn-Kunst- und Kulturverein gegründet. Ein Ziel, das längst erreicht ist. Die Werke des in Kohlberg geborenen Komponisten werden heute von Musikern und Kennern als „musikalische Perlen“ gefeiert. Dass der Verein auch im vergangenen Jahr an diese Erfolgsgeschichte anknüpfen konnte, wurde bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Weißer Schwan in Kohlberg deutlich. Beim Rückblick auf das Vereinsjahr 2025 hob Vorsitzender Martin Valeske besonders die Beer-Walbrunn-Tage hervor, die mit musikalischen Raritäten, einem ungewöhnlichen Instrument und zwei herausragenden Künstlern einen kulturellen Höhepunkt setzten. Beim Ausblick auf die für 2026 geplanten Veranstaltungen erklärte Valeske: „Die Beer-Walbrunn-Tage haben in diesem Jahr eine besondere Kohlberger Note.“ Das zeige sich vor allem bei der Auswahl der Musiker. „Die ursprünglich aus Südtirol stammende Violinistin Monika Hager wohnt seit Kurzem in Kohlberg. Sie ist eine hochqualifizierte Musikerin und wird gemeinsam mit dem renommierten Pianisten Christian Reuter den Kammermusikabend in der katholischen Herz-Jesu-Kirche gestalten“, freute sich der Vorsitzende. Beim kirchenmusikalischen Gottesdienst in der Nikolauskirche geht es mit einem musikalischen Glanzlicht aus der Region weiter. Der in Kohlberg aufgewachsene Bariton Manuel Krauß wird Werke von Beer-Walbrunn, Bach, Reger und Cornelius singen. „Kohlberg kann sich glücklich schätzen, solch exzellente Persönlichkeiten in den eigenen Reihen zu haben“, sagte Bürgermeister Gerhard List. Als großer Fan Anton Beer-Walbrunns outete sich Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher bei der Versammlung. Für positive Stimmung sorgte auch der Kassier Reinhard Wagner: Der Verein stehe dank Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Konzerteinnahmen finanziell auf soliden Beinen. Damit dies auch künftig so bleibe, seien weitere Mitglieder willkommen.
Die Vorsitzenden Martin Valeske und Rotraud Freytag (vorne sitzend) können auch im neuen Vereinsjahr auf die Unterstützung von Seiten der Mitglieder und der Politik setzen. (Bild: Silke Winkler)

Kunst- und Kulturverein Anton Beer-Walbrunn zieht positive Bilanz nach zehn Jahren

Berühmt, verkannt und vergessen - das war die Biografie eines in Kohlberg geborenen Komponisten vor einem Jahrzehnt. Heute ist Anton Beer-Walbrunn ein international gefeierter Musiker. Das verdankt der Tonkünstler dem zu seinen Ehren gegründeten Verein. Zum neunten Mal blickte der Kunst- und Kulturverein Anton Beer-Walbrunn auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Dass sich der Einsatz für den einst vergessenen Komponisten wieder einmal gelohnt hat, machte die Jahreshauptversammlung im Gasthof „Weißer Schwan“ in Kohlberg deutlich. „Die Rückmeldungen zu den Beer-Walbrunn-Tagen im vergangenen Jahr waren sehr positiv“, berichtete Vorsitzender Martin Valeske. Auch die bisher erschienenen CDs mit Werken von Anton Beer-Walbrunn kommen beim Publikum an: „Die CDs werden weltweit vertrieben und haben schon einige tausend Bewertungen erhalten.“ Der einzige Wermutstropfen beim Jahresrückblick: „Wir sind finanziell nicht auf Rosen gebettet. Es wird künftig schwierig werden, die Beer-Walbrunn-Tage zu finanzieren.“ Dank der Unterstützung des Landkreises Neustadt, des Rotary-Clubs Weiden und vieler privater Spenden sind die Beer-Walbrunn-Tage, die am 28. und 29. September in der Kohlberger Nikolauskirche stattfinden, finanziell gesichert. Dass der Bezirk Oberpfalz auch künftig den Kohlberger Kunst- und Kulturverein finanziell unterstützen wird, versicherte Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher am Ende der Sitzung: „Anton Beer-Walbrunn stellt etwas dar und ist für Kohlberg eine herausragende Persönlichkeit.“
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