In der letzten Monatsversammlung hatte sich zu den Anglern des Etzenrichter Fischereivereins eine Frau gesellt, die mit ihren Worten eine seltene, nachdenkliche Atmosphäre auslöste.
Vorsitzender Fritz Kick erläuterte, dass es sich bei dem Gast um Susanne Wagner, Leiterin des Hospizzentrums Sankt Felix handelt. Der Fischereiverein hat sich dazu entschlossen statt Weihnachtsgeschenke an Verpächter zu geben, Sozialeinrichtungen zu unterstützen. In diesem Jahr geht das Geld an das Hospiz Sankt Felix. Kick bekundete dabei seinen hohen Respekt für die Arbeit in der Einrichtung.
Um den vielen anwesenden Anglern einen Einblick zu geben, erzählte Frau Wagner von der Tätigkeit, die durch ein Hospiz geleistet wird. Es gebe nicht nur die stationäre Einrichtung, ein wichtiger Teil gehe über den ambulanten Hospizdienst, der einen Hospizbegleiter stelle und für schwerstkranke Menschen eine große Hilfestellung sei. „Es bedeutet nicht, dass Menschen im Hospiz nur die letzten Stunden vor dem Tod sind. Es kann sein, dass sie dort über Wochen, Monate, oder auch Jahre verweilen können.” „Für die „Gäste”, die bei uns sind, soll eine lebenswerte Zeit und ein wenig Freude geschaffen werden,” so Frau Wagner.
„Manchmal braucht der Mensch Ruhe um den Gedanken sterben zu müssen anzunehmen”.
Während ihrer kurzen Ansprache konnte man wahrlich eine Stecknadel fallen hören. Jedes Wort durch Frau Wagner wurde von den Anwesenden aufgesogen und erzählte ein völlig anderes Bild dieser Einrichtung, als von vielen vermutet. „Wer möchte, darf gerne vorbeischauen und das Hospiz kennenlernen,” lud Frau Wagner ein. Sie bedankte sich sehr über die Zuwendung von 250 Euro durch den Fischereiverein, denn es sei nötig Spenden zu sammeln. Jährlich gingen etwa 5 Prozent der Finanzierung für die Hospizarbeit nur über Spenden.