Es ist unbestritten, dass ein vernünftiger Lebensstil, zu dem auch eine angemessene Bewegung zählt, verschiedenen Krankheiten vorbeugen kann. Körperliche Bewegung ist ein wichtiger Baustein für ein gesundes Altern, nicht nur für den Körper, sondern auch für das Gehirn.
Das Vorstandsgremium des Fichtelgebirgsvereins stand daher der Anfrage von Birgit Schelter (Sachgebiet Soziales bei der Stadt Marktredwitz) und Ute Hopperdietzel (Fachstelle für Demenz und Pflege Oberfranken) sehr aufgeschlossen gegenüber, ein Schulungsangebot für Wanderbegleiter für Menschen mit Demenz zu konzipieren.
Wichtig ist hier die Unterscheidung zwischen einem Wanderführer, der die Wanderung als solches organisiert, und dem Wanderbegleiter, der einen Menschen mit Beeinträchtigungen begleitet.
Bei der Schulung am 14. März 2026, zu der sich 12 Ehrenamtliche angemeldet hatten, ging es unter anderem um die Wissensvermittlung, wie Wanderungen inklusiv angeboten werden können. Das Angebot gilt jedoch nicht nur für Senioren oder für Menschen mit Demenz, sondern auch für Menschen mit anderen Einschränkungen. Die Schulung soll die ehrenamtlich tätigen Wanderbegleiter befähigen, Menschen mit Demenz bei der Ausübung ihres Hobbys zu unterstützen.
Das Angebot der beiden Organisatorinnen diente der Grundlagenvermittlung zum Thema „Demenz“ (Abbau von Vorurteilen) und der Klärung von Organisatorischem für Wanderangebote für Menschen mit Demenz oder anderen Beeinträchtigungen. In den rund vier Stunden, die wie ein Workshop aufgebaut waren, konnten die Interessierten ihre eigenen Erfahrungen ebenso einbringen wie zahlreiche Fragen zum Thema Demenz, sodass sich rege Gespräche entwickelten.
Anhand von Fallbeispielen wurden die Herausforderungen, die beim Umgang mit Betroffenen auftreten können, anschaulich dargestellt.
Am Ende der Veranstaltung hielten die Teilnehmenden mit viel positivem Feedback für die Veranstaltung nicht hinter dem Berg, sodass die Verantwortlichen einen weiteren Schulungstermin für Interessierte in ihre Planungen mit aufnehmen möchten.