Wissbegierige, sehr aufgeschlossene Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Fichtelberg-Mehlmeisel besuchten zusammen mit ihrer sehr engagierten Lehrerin Silvia Glaser das Rathaus in Mehlmeisel, wo sie gleich zwei Bürgermeistern ein Loch in den Bauch fragen durften: Franz Tauber aus Mehlmeisel und Sebastian Voit aus Fichtelberg.
Die beiden Rathauschefs stellten sich gerne den zahlreichen Fragen der Kinder und freuten sich über deren großes Interesse an kommunalen Themen. Dabei ging es keineswegs nur um Kinderwünsche, sondern auch um Themen, die die Erwachsenen in den Gemeinden derzeit intensiv beschäftigen, den Schulstandort oder die geplanten Windkraftanlagen.
Auf Nachfrage erfuhren die Mädchen und Buben, dass die beiden Schulhäuser umfassend saniert werden sollen. Das Gebäude in Mehlmeisel soll weiterhin für den Schulbetrieb genutzt werden, während das Schulhaus in Fichtelberg künftig als Hort für die Hausaufgabenbetreuung und ähnliche Angebote dienen könnte. Als die Kinder hörten, dass dafür Investitionen von rund fünf Millionen Euro notwendig wären, blieb manchen der Mund offen vor Staunen. Allerdings, so erklärte Franz Tauber, habe die Regierung das letzte Wort. Sollte sich ein Neubau als günstiger erweisen, müsse auch diese Möglichkeit geprüft werden.
Ein weiteres wichtiges Thema war der geplante Windpark hinter dem Wildpark. „Wer von euch ist gegen einen Windpark an dieser Stelle?“, fragte Franz Tauber in die Runde. Prompt schnellten alle Hände nach oben. Die Bürgermeister betonten, dass sie Windkraft grundsätzlich befürworten. „Wir brauchen schließlich alle Strom“, erklärte Sebastian Voit. Gegen diesen konkreten Standort gebe es jedoch erhebliche Bedenken – unter anderem wegen möglicher Auswirkungen auf Natur, Wildpark und den Tourismus. Ein Schüler brachte es im besten Dialekt auf den Punkt: „Aaf Miameissl passt des einfach niat her.“
Natürlich hatten die Kinder auch eigene Wünsche. Ganz oben auf der Liste stand ein Schwimmbad. Diesen Wunsch könnten sie gut nachvollziehen, erklärten die Bürgermeister, doch ein solches Projekt sei für die Gemeinden finanziell nicht zu stemmen. Neugierig fragten die Schülerinnen und Schüler auch nach der Zukunft des ehemaligen Kristallbades. Sebastian Voit erläuterte, dass die Ruine verschwinden werde. „So wie früher wird es nicht mehr werden, aber eventuell entsteht dort einmal ein Wellnessbereich“, sagte er.
Auf die Frage, ob den Rathauschefs das Amt des Bürgermeisters gefalle, antworteten beide unverzüglich: „Sehr gut.“ Es gebe „kein schöneres Amt“, waren sie sich einig. Zwar gehörten Ärger und Missverständnisse gelegentlich dazu. „Aber, wir brennen für diese Aufgabe“. Zum Abschluss richteten Franz Tauber und Sebastian Voit noch eine Bitte an die Kinder: „Wenn ihr auf einem Spielplatz oder sonst irgendwo entdeckt, was nicht passt, kommt direkt zu uns. Wir helfen gerne und schnell.“
Silvia Glaser bedankte sich herzlich bei den beiden Bürgermeistern für die spannende, wertvolle Gesprächsrunde: „Heute haben wir viel über unsere beiden Gemeinden und ihre engagierten Bürgermeister erfahren“, sagte sie, begleitet von großem Applaus der Viertklässler.
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Die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse mit ihrer Lehrerin Silvia Glaser sowie den Bürgermeistern Franz Tauber (links) und Sebastian Voit (rechts) nach dem Besuch im Mehlmeiseler Rathaus.