Etwas mehr als 50 Vereinsangehörige sind zur Mitgliederversammlung des FC Freihung im Februar erschienen, deren Tagesordnung dieses Mal etwas länger ausfiel. Neben den gewöhnlichen Programmpunkten wie den Berichten des Kassiers und aus den Abteilungen, standen auch Satzungsänderungen auf der Agenda.
Nach der obligatorischen Begrüßung sowie dem Totengedenken berichtete 1. Vorsitzender Alfred Negel über das zurückliegende Vereinsjahr. Aufgrund der umfangreichen Tagesordnung fasste er sich bewusst etwas kürzer und erwähnte nur die wichtigsten Vorhaben, welche das sehr ereignisreiche Jahr dennoch gut widerspiegelten. Hauptthemen waren die Verschönerung des Sportgeländes, Umrüstung der Flutlichtanlage auf moderne LED-Strahler, Neugestaltung des Spielplatzes, Anschaffung eines Spindelmähers sowie die abermals zahlreichen Veranstaltungen. Alle Aktionen brachten einen hohen Finanzierungsaufwand mit sich, forderten aber natürlich viele ehrenamtliche Stunden Eigenleistung. Deshalb galt den Organisatoren, Unterstützern, Helferinnen und Helfern ein großes „Dankeschön“ vonseiten des Vereins und von ihm ganz persönlich.
Ausführlich legte der Kassier Dominik Spies seinen Bericht in einer top vorbereiteten Präsentation dar. 2025 war aus finanzieller Sicht wiederum ein gutes und lebendiges Vereinsjahr, das zum Großteil von Fördersummen für die angesprochenen Projekte geprägt war. Mit dem positiven Ergebnis können Verbindlichkeiten getilgt sowie Rücklagen für anstehende, kostenintensive Investitionen gebildet werden. Kassenprüfer Helmut Fiedler bestätigte die einwandfreie, hervorragende Kassenführung und empfahl die Entlastung.
Die Tätigkeiten des Fördervereins wurden im Bericht des Kassiers Helmut Fiedler deutlich. Er als Hauptansprechpartner und Jürgen Grundler als treibende Kraft sowie kreativer Ideengeber stellten die Wichtigkeit des Fördervereins heraus, der mit Spenden die Jugendarbeit des Stammvereins unterstützt.
Abteilungsleiter Fußball Waldemar Welsch blickte auf die vergangene sowie laufende Saison der 1. Mannschaft zurück. Die Spielzeit 2024/25 war erwartbar sehr herausfordernd, da man wichtige Spieler verloren hat. Dennoch trat das Team als geschlossene Einheit auf und hat in jedem Spiel Moral bewiesen. Trotz dessen war man in der Kreisklasse leider nicht konkurrenzfähig und musste den Gang in die A-Klasse antreten. Das Ziel für die neue Saison lautete zuerst einmal „Ankommen“ und auf Sicht ein Platz im Mittelfeld. Lange gestaltete sich die Tabelle sehr ausgeglichen, aktuell befindet man sich aber auf dem drittletzten Platz. Daran gilt es nach der Winterpause zu schrauben, um wieder nach oben zu klettern. Positiv zu erwähnen ist, dass man sich auf die „Stand-by-Spieler“ verlassen kann und der Zusammenhalt der Truppe auf und neben dem Platz vorbildlich ist, was u. a. Trainer Dominik Dontschenko zu verdanken ist. Der Coach hat sich von Anfang an mit dem Club identifiziert und leistet zudem viel über seine sportlichen Aufgaben hinaus. Die sportliche Leitung ist mit seiner Arbeit und ihm persönlich sehr zufrieden, sodass bereits jetzt für die kommende Saison verlängert wurde.
Die Rückschau für die JFG Haidenaab-Vils und der Vereinsjugend gab Jugendleiter German Sternkopf. Da man wegen zu weniger Jugendlicher keine eigene Mannschaft mehr stellen kann, hat sich die JFG mit den A- sowie B-Junioren an die SG Hahnbach angeschlossen. Der sportliche Anreiz ist groß, die Mannschaften spielen in der Bezirksoberliga (U19) und Kreisliga (U17). In der eigenen Jugend des FCF sieht es nicht besser aus. Nach Ablauf der vergangenen Spielrunde Ende 2025 haben mittlerweile einige Kinder den Verein verlassen bzw. das Fußballspielen aufgehört. Gründe dafür seien laut Sternkopf z. B. oftmals ein Wechsel an eine weiterführende Schule mit dem Einhergehen eines anderen Freundeskreises oder auch schlichtweg eine Verlagerung bzw. Veränderung der Hobbys. Deshalb möchte man sich nun ebenfalls in den niedrigeren Altersklassen der SG Hahnbach anschließen, um den verbleibenden Kindern den Spielbetrieb zu ermöglichen. Geplant ist zudem, einen eigenen Social-Media-Auftritt für die Jugend/JFG ins Leben zu rufen, um gerade hier für junge Leute präsent zu sein, Informationen an die Hand zu geben und Werbung zu betreiben. Langfristiges Ziel muss sein, die Kinder und Jugendlichen wieder zum Vereinsfußball zu bewegen und dabei zu halten, um daraus die zukünftigen Spieler der 1. Mannschaft zu formen.
Aus dem detaillierten Bericht des Abteilungsleiters Tischtennis Werner Apfelbacher ging hervor, dass die vergangene Saison erneut ziemlich durchwachsen verlief. Gleiches gelte für die laufende Spielzeit. Die Damenmannschaft belegte den 6. Platz in der Bezirksklasse A. Gemischte Gefühle gab es bei den Herrenvertretungen. So schaffte die Mannschaft Herren 3 als Vizemeister den Aufstieg in die Bezirksklasse D, die 2. Herrenmannschaft erreichte den 3. Platz. Anders gestaltete es sich bei der 1. Herrenmannschaft, welche nach einer recht verkorksten Saison mit einigen Ausfällen leider auf dem letzten Tabellenplatz landete. Glücklicherweise durften sie dennoch in der Liga verbleiben und rangieren zurzeit auf Platz 6. Sehr erfreulich ist, dass aufgrund des derzeitigen Zuspruchs eine weitere, vierte Herrenmannschaft angemeldet wird. Die tolle Nachwuchsarbeit, federführend organisiert von Christian Lautenschlager und unterstützt durch Birgid Baldauf und Werner Apfelbacher, trägt erste Früchte: Es konnte nach 10 Jahren Abstinenz zum Saisonstart 2025/26 eine neu formierte Jugendmannschaft zum Spielbetrieb gemeldet werden. Nach dem Motto „aller Anfang ist schwer“ müssen die jungen Spieler erstmal Turnierluft schnuppern und Erfahrungen sammeln. Bei der Saisonabschlussfeier wurden besonders langjährig aktive Tischtennisspieler mit der BTTV-Leistungsnadel sowie einer Abteilungsehrung ausgezeichnet. Hervorzuheben ist in diesem Zuge Georg Tafelmeier, der als letztes aktives Gründungsmitglied für all seine Verdienste rund um die Tischtennissparte zum „Ehrenspielführer“ ernannt wurde.
Reger Zuwachs herrscht weiterhin bei der Turnabteilung des FC. Abteilungsleiterin Verena Welsch gab einen Überblick über die Termine, Auftritte und Ausflüge im vergangenen Jahr. Seit Herbst 2025 bzw. Januar 2026 sind zu den bestehenden zwei Erwachsenen- und fünf Kinderturngruppen die Gruppe „Reps & Vibes“ und das „Krabbelturnen“ für Kinder ab 6 Monaten neu hinzugekommen. Mit etlichen Aktionen beteiligt man sich am Vereinsleben, darunter die Teilnahme an der Kegelmarktmeisterschaft und dem gemeindlichen Ferienprogramm, maßgebliche Mitgestaltung des Sommerfests mit der Durchführung des bayer. Turnabzeichens und der Organisation eines Erste-Hilfe-Kurses speziell für Kinderhilfe, um nur einige Beispiele zu nennen. Sie sei sehr zufrieden und glücklich, dass sich in der Turnabteilung ein tolles Team entwickelt hat, in dem man sich gegenseitig tatkräftig unterstützt und ein super Miteinander herrscht.
Im Mittelpunkt der Tagesordnung stand die Information über die beabsichtigten Satzungsänderungen und die darauffolgende Beschlussfassung durch die anwesenden Mitglieder. 1. Vorsitzender Alfred Negel informierte, dass die Satzung letztmals vor fast 20 Jahren geändert wurde und sich seitdem natürlich viel getan hat. Die Vereinsführung möchte diese deshalb an die aktuellen Gegebenheiten anpassen und „up to date“ halten. Nachvollziehbar stellten der 3. Vorsitzende Kevin Jackson und Schriftführer Patrick Horn der Mitgliederversammlung alle Änderungen sowie Anpassungen anhand einer PowerPoint-Präsentation vor. Nach vereinzelten Wortmeldungen und Fragestellungen, die sofort gelöst werden konnten, wurde der Beschluss einstimmig gefasst.
Großes Lob und Anerkennung gegenüber dem FCF zeigte der 1. Bürgermeister Uwe König in seinen Grußworten. Der Verein wird höchst professionell geführt, fast alle Abteilungen melden Zuwächse. In der Vorstandschaft, Vereinsrat sowie den Abteilungen greife alles ineinander und man stellt sich verantwortungsvoll der Zukunft. Nun gilt es den „Schwung“ mitzunehmen, damit die gute Entwicklung des größten Vereins in der Marktgemeinde voranschreitet.
Zum Ende des offiziellen Teils der Versammlung standen noch Ehrungen für langjährige Vereinsmitglieder an, die in 2025 ein Jubiläum feiern konnten. So wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet:
Für 20 Jahre: Dominik Schönberger, Christopher Fenk, Michael Ertl, Annika Ertl, Michael Bauer, Christian Bauer, Franziska Bösl, Hanna Wiesneth
Für 25 Jahre: Patrick Horn, Tobias Bogner, Dominik Spies, Karina König, Patrick Schlosser, Theresa Winkler, Doris Bogner
Für 30 Jahre: Alexander Köhler
Für 35 Jahre: Florian Roth, Stephan Joachim, Joachim Joachim-Schindler, Roman Bäuml
Für 40 Jahre: Christian Wiesneth
Für 45 Jahre: Christian Schönberger, Wolfgang Schaepe, Irene Kaiser, Andrea Fenk, Birgid Baldauf, Georg Arnold
Für 50 Jahre: Maria Schendzielorz, Otto Glaser, Heinz Peter Ertl, Johann Apfelbacher
Für 55 Jahre: Elfriede Brandel, Bruno Brandel
Für 60 Jahre: Georg Tafelmeier, Hermann Lühr, Oswald Bauer
Für 65 Jahre: Karlheinz Humsberger